Tagblatt Online, 13. Dezember 2010 16:25:05

Spitalfinanzierung aus einer Hand braucht Zeit

Bis zur Umstellung auf eine monistische Finanzierung braucht es noch Zeit (Symbolbild) Zoom

Bis zur Umstellung auf eine monistische Finanzierung braucht es noch Zeit (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Bis die Schweiz die Finanzierung von stationären und ambulanten Behandlungen aus einer Hand einführt, braucht es noch viele Vorarbeiten und damit viel Zeit. Zu diesem Schluss kommt die Regierung in einem am Montag veröffentlichten Bericht zuhanden des Parlaments.

Bern. Der Übergang zu einer einheitlichen Finanzierung der stationären und ambulanten Behandlungen sei längerfristig anzustreben, schreibt der Bundesrat im Fazit des Berichts. Unabhängig vom Ansatz für den Wechsel zu einer sogenannt monistischen Spitalfinanzierung führe eine solche Reform zu grösseren Systemumstellungen.

Es brauche eine Grundsatzdiskussion, welche auch eine neue Überprüfung der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen beinhalte.

Acht Milliarden Franken umleiten

Erklärtes Ziel der Reform ist es, dass die Kosten für stationäre und ambulante Behandlungen künftig ausschliesslich über die obligatorische Krankenversicherung finanziert werden sollen. Die rund 8 Milliarden Franken Subventionen sollen wegfallen, welche die Kantone den Spitälern für den stationären Betrieb heute gewähren.

Zurzeit werden ambulante Behandlungen gemäss TARMED vergütet. Berücksichtigt sind dabei auch die Investitionskosten. Stationäre Behandlungen werden dagegen zu mindestens 50 Prozent vom Kanton getragen, ohne dass dabei die Investionskosten berücksichtigt werden. Diese subventionsbedingte Kostenverzerrung könne die Wahl der Therapieform beeinflussen, heisst es im Bericht.

Der Bundesrat ist wie die Mehrheit des Parlaments der Meinung, dass durch die kantonale Subventionierung des stationären Bereichs der Wettbewerb beeinträchtigt wird und so die Gefahr besteht, dass eine teurere stationäre Behandlung verordnet wird, obwohl eine kostengünstigere ambulante Behandlung ausreichen würde. Kritiker sehen in dem Monismus derweil eine unerwünschte weitere Stärkung der Krankenversicherer.

Kantonsgelder im System behalten

Der Bundesrat macht in dem letzten Freitag verabschiedeten Bericht deutlich, dass das Geld, welches die Kantone in ihre Spitäler stecken, auch weiterhin im Gesundheitssystem bleiben soll. Die verschiedenen - auch kombinierbaren - Modelle, die im Bericht diskutiert werden, unterscheiden sich vor allem in der Frage, wie die Kantonsgelder dem System wieder zugeführt werden sollen. (sda)





Das Wetter in der Box für Wil
Unfälle & Verbrechen
Dem IV-Rentner verging die Lust - definitiv

ST.GALLEN. Ein IV-Rentner hat rezeptpflichtige Medikamente verkauft, um zu Geld für das Potenzmittel Viagra zu kommen. Als ihm die Polizei auf die Schliche kam, reagierte er entwaffnend offen.... »

Äthiopier greift Polizisten an

HEIDEN. Ein 24-jähriger äthiopischer Staatsangehöriger hat sich am Dienstagnachmittag einer Polizeikontrolle widersetzt. Er ist dabei auf zwei Polizisten los gegangen.... »

Töfflifahrer im Spital

HERISAU. Bei zwei Verkehrsunfällen am Dienstag ist Sachschaden in der Höhe von rund 6000 Franken entstanden. Ein 15-jähriger Mofafahrer hat Prellungen erlitten.... »

Anzeige
Anzeige

Unfälle & Verbrechen
Von nasser Palette gefallen

BISCHOFSZELL. Nach einem Arbeitsunfall in Bischofszell hat am Mittwoch ein 51-jähriger Mann von der Rega ins Spital geflogen werden müssen.... »

Enkeltrickdiebin aus Polen

BAD RAGAZ. Die Polizei hat am Dienstagnachmittag eine 22-jährige polnische Staatsangehörige festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, an einem Enkeltrickbetrug beteiligt gewesen zu sein. Sie wurde angehalten, als sie bei ihrem Opfer das telefonisch bestellte Geld abholen wollte.... »

Wärmepumpen gestohlen

KREUZLINGEN. Unbekannte haben in Kreuzlingen von einer Überbauung zwei Wärmepumpen gestohlen. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.... »

Autofahrer hält nicht – Velofahrerin stürzt

ST.MARGRETHEN. Am Sonntagnachmittag ist ein 13-jähriges Mädchen auf der Johannes-Brasselstrasse mit seinem Velo gestürzt, weil ein Autofahrer das Stoppsignal missachtete und ohne Halt Richtung Bahnhof fuhr. Die Polizei sucht Zeugen.... »

Mofa kollidiert mit Kandelaber

ARNEGG. Am Montagabend ist ein 14-jähriger Mofafahrer auf der Geretschwilerstrasse frontal gegen einen Kandelaber geprallt. Er erlitt Knieverletzungen und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.... »

Nach Selbstunfall weitergefahren

BETZIKON/ST.GALLENKAPPEL. Ein unbekannter Autofahrer hat am frühen Dienstagmorgen auf der Rickenstrasse, Fahrtrichtung Ricken-St.Gallenkappel, bei einer Verkehrsinsel zwei Verkehrsteiler und zwei junge Bäume abrasiert. Er fuhr weiter, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.... »

Ein Verletzter und Tausende Schaden

MATTWIL. Am Montag ist es bei Mattwil zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Zweiradfahrer verletzte sich noch unbestimmt.... »

Aarau-Fan aus Spital entlassen

ST.GALLEN. Der Fan des FC Aarau, der am Samstag nach dem Spiel in St.Gallen bewusstlos geschlagen worden ist, konnte am Sonntagmorgen das Spital wieder verlassen.... »

Fassaden besprayt

OBERAACH. Unbekannte haben von Donnerstag auf Freitag bei einer Firma im Weidwiesen Fassaden besprayt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.... »

Kerze löst Brand aus

FRAUENFELD. Am Montag hat es in einer Frauenfelder Wohnung gebrannt. Eine Frau musste ins Spital eingewiesen werden.... »

Archivsuche

Anzeige
Anzeige
Login

zum Seitenanfang
© St.Galler Tagblatt – Publikation der TAGBLATT MEDIEN