Tagblatt Online, 13. Dezember 2010 17:20:00

Waffeninitiative soll Leben retten

Nicht die Armee abschaffen sei das Ziel der Initiative, sondern Leben zu retten, sagt Jacques de Haller Zoom

Nicht die Armee abzuschaffen sei das Ziel der Initiative, sondern Leben zu retten, sagt Jacques de Haller. (Bild: Bild: Keystone)

BERN. Die Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» verfolge primär ein Ziel: Menschenleben retten. Zwei Monate vor der Abstimmung haben sich Ärzte, Polizisten, Menschenrechtler und Vertreter von rund 70 weiteren Organisationen zu Wort gemeldet.

Hinter der Initiative, über die am 13. Februar abgestimmt wird, steht eine Allianz unter anderem aus Parteien, Frauenverbänden, Kirchen, Friedensorganisationen oder Gewerkschaften. Neben einem landesweiten Waffenverzeichnis fordern sie die Aufbewahrung aller Armeewaffen im Zeughaus. Mit Politik habe ihr Volksbegehren aber wenig zu tun, strichen die Redner vor den Medien in Bern hervor.

«Wir wollen nicht die Armee abschaffen, sondern Leben retten», sagte Jacques de Haller, Präsident der Verbindung der Schweizer Ärzte FMH. Die Initiative verlange daher Präventionsmassnahmen, sie stelle keine politischen Forderungen, erklärte Florian Irminger von der Westschweizer Organisation «Stop Suicide».

Und Jean-Pierre Monti, Präsident des Personalverbandes der Bundeskriminalpolizei (PVfedpol), doppelte nach: «Es handelt sich in keiner Art und Weise um eine links-rechts-Debatte.» Monti sprach aus der Sicht der Polizisten: Gerade diese wüssten um das Drohpotenzial der über 2,3 Millionen Schusswaffen, die in der Schweiz in Privatbesitz seien.

Wäre jede Waffe in einem zentralen Register erfasst, würde dies auch die Arbeit der Polizei erleichtern, wie Monti sagte: Die Beamten wüssten, was auf sie zukomme, wenn sie bei häuslicher Gewalt einschreiten müssten. Und wenn ein Verbrechen geschehen sei, helfe ein landesweites Waffenverzeichnis bei der Aufklärung.

«Es kann nicht sein, dass jemand im Kanton Appenzell ein Waffenverbot auferlegt bekommt, in einem anderen Kanton jedoch problemlos eine Waffe kaufen kann», sagte der Polizeigewerkschafter. Ein solcher Fall sei heute möglich, weil die kantonalen Waffenregister nicht miteinander vernetzt seien.

Für FMH-Präsident Jacques de Haller stehen medizinische Argumente für die Initiative im Vordergrund. «Wenn wir den Zugang zu Waffen einschränken, können wir im Jahr 100 Menschenleben retten», sagte er. (sda)



Das Wetter in der Box für Wil
Unfälle & Verbrechen
Dem IV-Rentner verging die Lust - definitiv

ST.GALLEN. Ein IV-Rentner hat rezeptpflichtige Medikamente verkauft, um zu Geld für das Potenzmittel Viagra zu kommen. Als ihm die Polizei auf die Schliche kam, reagierte er entwaffnend offen.... »

Äthiopier greift Polizisten an

HEIDEN. Ein 24-jähriger äthiopischer Staatsangehöriger hat sich am Dienstagnachmittag einer Polizeikontrolle widersetzt. Er ist dabei auf zwei Polizisten los gegangen.... »

Töfflifahrer im Spital

HERISAU. Bei zwei Verkehrsunfällen am Dienstag ist Sachschaden in der Höhe von rund 6000 Franken entstanden. Ein 15-jähriger Mofafahrer hat Prellungen erlitten.... »

Anzeige
Anzeige

Unfälle & Verbrechen
Von nasser Palette gefallen

BISCHOFSZELL. Nach einem Arbeitsunfall in Bischofszell hat am Mittwoch ein 51-jähriger Mann von der Rega ins Spital geflogen werden müssen.... »

Enkeltrickdiebin aus Polen

BAD RAGAZ. Die Polizei hat am Dienstagnachmittag eine 22-jährige polnische Staatsangehörige festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, an einem Enkeltrickbetrug beteiligt gewesen zu sein. Sie wurde angehalten, als sie bei ihrem Opfer das telefonisch bestellte Geld abholen wollte.... »

Wärmepumpen gestohlen

KREUZLINGEN. Unbekannte haben in Kreuzlingen von einer Überbauung zwei Wärmepumpen gestohlen. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.... »

Autofahrer hält nicht – Velofahrerin stürzt

ST.MARGRETHEN. Am Sonntagnachmittag ist ein 13-jähriges Mädchen auf der Johannes-Brasselstrasse mit seinem Velo gestürzt, weil ein Autofahrer das Stoppsignal missachtete und ohne Halt Richtung Bahnhof fuhr. Die Polizei sucht Zeugen.... »

Mofa kollidiert mit Kandelaber

ARNEGG. Am Montagabend ist ein 14-jähriger Mofafahrer auf der Geretschwilerstrasse frontal gegen einen Kandelaber geprallt. Er erlitt Knieverletzungen und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.... »

Nach Selbstunfall weitergefahren

BETZIKON/ST.GALLENKAPPEL. Ein unbekannter Autofahrer hat am frühen Dienstagmorgen auf der Rickenstrasse, Fahrtrichtung Ricken-St.Gallenkappel, bei einer Verkehrsinsel zwei Verkehrsteiler und zwei junge Bäume abrasiert. Er fuhr weiter, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.... »

Ein Verletzter und Tausende Schaden

MATTWIL. Am Montag ist es bei Mattwil zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Zweiradfahrer verletzte sich noch unbestimmt.... »

Aarau-Fan aus Spital entlassen

ST.GALLEN. Der Fan des FC Aarau, der am Samstag nach dem Spiel in St.Gallen bewusstlos geschlagen worden ist, konnte am Sonntagmorgen das Spital wieder verlassen.... »

Fassaden besprayt

OBERAACH. Unbekannte haben von Donnerstag auf Freitag bei einer Firma im Weidwiesen Fassaden besprayt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.... »

Kerze löst Brand aus

FRAUENFELD. Am Montag hat es in einer Frauenfelder Wohnung gebrannt. Eine Frau musste ins Spital eingewiesen werden.... »

Archivsuche

Anzeige
Anzeige
Login

zum Seitenanfang
© St.Galler Tagblatt – Publikation der TAGBLATT MEDIEN