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Tagblatt Online, 13. Juli 2010 15:42:00

Eine Schwebebahn als Lebensader

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Kontrollarbeiten an der Stütze 2 der Säntisbahn. (Bild: Bild: Ralph Ribi)

OSTSCHWEIZ. 150 Menschen arbeiten auf dem Gipfel des Säntis. Das «Gipfel-Dorf» funktioniert nur dank umfangreicher technischer Einrichtungen wie Wasserspeichern, Kläranlage, Stromaggregaten – und der Seilbahn.

Urs-Peter Zwingli

Sie ist Bedingung für das Überleben auf 2502 Metern über Meer: die Säntis-Schwebebahn. Mit einer Geschwindigkeit von acht Metern pro Sekunde transportiert sie täglich tonnenweise Material auf den Gipfel – angetrieben von einem 1000 PS starken Motor. Die 4,6 Zentimeter dicken Drahtseile, die die Kabinen tragen, müssen im Winter regelmässig von Schnee und Eis befreit werden – von Hand.

Ein Job, für den nicht jedermann gemacht ist: «Man gewöhnt sich daran», meint Technikchef Roland Streule trocken.

Die Wasserversorgung auf dem Gipfel funktioniert grösstenteils autonom: 80 Prozent des benötigten Trinkwassers werden aus aufgefangenem Regen gewonnen. Das Abwasser wird dank eines extrem dichten Filters so sauber, dass es anschliessend auf den Berg abgeleitet werden kann. «Wasserknappheit hatten wir nicht einmal im Rekordsommer 2003», sagt Streule.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 14. Juli.





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