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Tagblatt Online, 23. Januar 2010 01:02:40

Neues Projekt noch bis April in der Schwebe

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Die Säntisbahn feiert dieses Jahr ihr 75-Jahr-Jubiläum. (Bild: Bild: Martina Basista)

Das Neubauprojekt des Berghotels Schwägalp verzögert sich. Nach wie vor fehlt der Grundsatzentscheid. Diesen will die Säntis-Schwebebahn AG nun im Jahr des 75. Geburtstags fällen.

David Scarano

Schwägalp. Die Kabine schwebt bewegungslos über dem Berghotel, sie scheint festgefroren. Schliesslich gleitet sie langsam der Talstation entgegen. Die Seilbahn ist zu Beginn des Jubiläumsjahres nicht etwa defekt: Bis zum 5. Februar ist der Betrieb wegen Unterhaltsarbeiten eingestellt. Das Bild veranschaulicht die Situation auf der Schwägalp: Das Neubauprojekt des Berghotels stockt. Heuer war die Einreichung der Baubewilligung geplant, im Frühjahr 2011 hätten die Bagger auffahren sollen. «Das Projekt wurde um ein Jahr verschoben», sagt Geschäftsführer Bruno Vattioni.

Bereits Ende 2008 hatte man sich vom ambitiösen ersten Zeitplan verabschiedet. Die Inbetriebnahme war ursprünglich gar für 2010 vorgesehen.

Mit oder ohne Hotel?

Der Grund für die neuerliche Verzögerung: Der Verwaltungsrat der Säntis-Schwebebahn AG tut sich nach wie vor schwer mit der Entscheidung. Obwohl er zu einem Hotelbetrieb neigt, hat er sich noch nicht definitiv für diese Variante ausgesprochen.

Die Weichen dürfte er jedoch in Kürze stellen. Anfang April will er den Sieger des Projektwettbewerbs bekanntgeben. An diesem nahmen zu Beginn 30 Planerteams teil, von denen dann zwölf zur Endausscheidung zugelassen wurden.

Labyrinth im Berghotel

Zu ersetzen gilt es das 75 Jahre alte Berghotel Schwägalp, das heutigen Ansprüchen nicht mehr genügt. Ursprünglich als Talstation verwendet, wurde das Gebäude in den letzten Jahrzehnten durch diverse Anbauten erweitert.

Das Resultat: unterschiedliche Geschossniveaus mit vielen engen Treppen und labyrinthähnlichen Durchgängen, die den Betrieb erschweren.

Vom Neubauprojekt sind bisher nur die Eckwerte bekannt: Das Selbstbedienungsrestaurant soll grösser, der Verkehrsfluss neu geregelt werden. Entscheidet sich der Verwaltungsrat für einen Hotelbetrieb, dürfte das neue Berggasthaus zunächst über 50 Betten verfügen. Zudem soll ein späterer Ausbau auf 120 Betten möglich sein. Je nach gewählter Variante beträgt das Kostendach für das Neubauprojekt 15 bis 28 Mio. Franken.

GV doch nicht in St. Gallen

Die Finanzierung hätte der Verwaltungsrat dieses Jahr klären wollen. Die Kapitalerhöhung war an der mittlerweile abgesagten Generalversammlung Ende April in St. Gallen vorgesehen. Die GV findet nun der Tradition gehorchend wieder auf dem Säntis und der Schwägalp statt. Trotz Verzögerung beim Neubauprojekt haben die Aktionäre Grund zum Feiern: Die Säntis-Schwebebahn plant zu ihrem 75. Geburtstag eine festliche Jahresversammlung.





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