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Tagblatt Online, 08. Dezember 2010 14:44:00

«Peischl war unser Wunschkandidat»

Sportchef

Heinz Peischl Zoom

Sie sollen den FC St.Gallen in eine erfolgreiche Zukunft führen: Präsident Dölf Früh, Trainer Uli forte und Sportchef Heinz Peischl. (Bild: Bild: Reto Martin )

FUSSBALL. Der FC St.Gallen hat Heinz Peischl als neuen CEO und Sportchef beim FC St.Gallen vorgestellt. Der Österreicher war laut FCSG-Präsident Dölf Früh der Wunschkandidat.

René Rödiger

Der 47-jährige Österreicher Heinz Peischl ist der neue Sportchef beim FC St.Gallen. Er hat einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. Bis zum Jahresende bleibt Peischl noch Co-Trainer der österreichischen Nationalmannschaft, bevor er seinen Job in der AFG-Arena antritt.

Peischl war schon von 2003 bis 2005 beim FCSG als Trainer engagiert. Er wird beim FC St.Gallen nicht nur für die Zusammensetzung der ersten Mannschaft besorgt sein, sondern auch den gesamten Nachwuchsbereich koordinieren.

«Wir sind von Heinz Peischl überzeugt», sagt FCSG-Präsident Dölf Früh. Er warnt den Österreicher aber auch vor den kommenden Aufgaben: «Das wird ein grosses Stück Arbeit.»

«FC St.Gallen war immer ein Teil von mir»
Für die Position als CEO und Sportchef habe es sehr viele Bewerbungen gegeben, sagt Früh. Peischl habe sich dabei als Wunschkandidat herauskristallisiert. Er kenne die Begebenheiten im Ostschweizer Fussball als ehemaliger Trainer beim FC St.Gallen und beim FC Wil. «Der FC St.Gallen war über alle die Jahre immer ein Teil von mir und ich habe die Entwicklung des Clubs nie aus den Augen verloren», sagt Peischl.

Die Vertragsdauer von drei Jahren zeige den Willen zur Kontinuität. «Wir wollen langfristige Arbeit leisten», sagt Früh. Peischl beginnt seine Arbeit am 1. Januar.

«Wir haben in den letzten neun Jahren ein Vertrauensverhältnis aufgebaut», beschreibt Peischl seine Beziehung zu Früh. Erst gestern habe er vom FCSG-Präsident den Anruf mit der Zusage erhalten. Peischl will mehr sein als nur Sportchef. Er sieht sich als Ansprechpartner für den Nachwuchs, den Trainer und allen Stellen im Verein.

Vertrauen zurückgewinnen
«Ich weiss, dass ich nicht nur Freunde bei den Fans des FC St.Gallen habe. Aber ich glaube, dass ich das Vertrauen zurückgewinnen kann», sagt Peischl. Zu möglichen Transfers will er sich noch nicht äussern: «Schliesslich bin ich erst seit einem Tag hier in St.Gallen. Aber ich kann versichern: Es wird keinen Schnellschuss geben!»


Heinz Peischl im Interview mit Radio FM1

Zu seinem Wechsel von der Seitenlinie in den Sportchef-Sessel sagt Peischl: «Ich will meine Erfahrungen der letzten 29 Jahre einbringen und wusste schon immer, dass ich irgendwann einmal diesen Wechsel machen würde.»

Fortes Wunsch geht in Erfüllung
Trainer Uli Forte sagt zur Verpflichtung von Peischl: «Für mich geht heute ein kleiner Wunsch in Erfüllung. Ich habe schon immer nach einem starken, vollamtlich beschäftigten, Mann verlangt, der mich in meiner Arbeit unterstützt.»

«Starke Leute haben immer gerne starke Leute neben sich», sagt Forte zur Frage nach möglichen Konflikten zwischen zwei «Charakterköpfen». Forte: «Ich bin überzeugt, dass wir uns verstehen werden.»

Die Position des Sportchefs ist laut Investor Dölf Früh die «wichtigste Person» im neuen Konstrukt. Das Anforderungsprofil umfasste betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Fachwissen und ein «erstklassiges Beziehungsnetz».







Leser-Kommentare:
9 Beiträge

Kommentare lesen

forzaitalia (08. Dezember 2010, 15:29)
keep cool

.........nachdem sich bei mir der erste Ärger gelegt hat bin ich auch zum Schluss gekommen, mal abzuwarten und erst nach "100 Tagen" im Neuen Jahr zu urteilen.........vielleicht entwickelt sich ja alles positiv. Haben wir doch einmal Vertrauen in die neue Crew !

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lobello (08. Dezember 2010, 14:42)
peischel

warum jetzt schon alles in Frage stellen, lasst doch den Mann jetzt einmal arbeiten......schlechter kanns nicht mehr werden

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saintcity (08. Dezember 2010, 14:31)
typisch ostschweizerisch

ist höchstens, dass man Entscheide nie hinterfragt, wie Sie das tun... Fakt ist, Peischl wurde zurecht mit Schimpf und Schande verjagt. So jemand hat in SG schlicht nichts mehr verloren, egal in welcher Funktion (und wenns der Platzwart wäre)

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vesche (08. Dezember 2010, 14:26)
Typisch Ostschweizerisch

Bevor der Mann auch nur einen Tag als Sportchef gearbeitet hat, wird schon wieder alles verteufelt. das mindeste ist es wohl dem Mann eine Chance zu geben. Die Qualität sener Arbeit kann man dann ab 100 Tagen im Amt bewerten. Peischl wurde nicht als Trainer verpflichett sondern als Sportchef. In diesem Sinne "Welcome back Heinz".

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pms (08. Dezember 2010, 14:24)
gute Entscheidung

im Gegensatz zu den anderen Schreiberlingen finde ich den Entscheid gut und weise. Bin überzeugt, dass mit Peischel auch der eine oder andere gute Oesterreicher den Weg zum FCSG finden wird (einen guten jungen Oesterreicher haben wir ja schon)!

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saintcity (08. Dezember 2010, 14:16)
Filz

""Wir haben in den letzten neun Jahren ein Vertrauensverhältnis aufgebaut", beschreibt Peischl seine Beziehung zu Früh."

Die einen nennens Vertrauensverhältnis, die anderen nennens Filz. Und Früh tritt ins nächste Fettnäpfchen...

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unbekannt (08. Dezember 2010, 13:52)
na dann gut Nacht...

ein Öschi soll's richten... und dann erst noch ein alt Bekannter aus dem guten alten Espenmoos. Ob das ein waiser Entscheid ist, Herr Früh?

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unbekannt (08. Dezember 2010, 13:50)
na dann gut Nacht...

ein Öschi soll's richten... und dann erst noch ein alt Bekannter auf dem Espenmoos. Ob das ein waiser Entscheid ist, Herr Früh?

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panchina (08. Dezember 2010, 13:09)
na bravo...

...Peischls Fähigkeiten hin oder her - aber macht es sinn einen "verhassten" und gescheiterten Ex Trainer wieder ins Boot zu holen?

Glaube nicht, dass so Sympathiepunkte gewonnen werden können. obwohl diese momentan so wichtig wären!

Ein gutes hat es Jahr vielleicht: Die Gruppe "Wald" könnte wieder eingeführt werden grinsen

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