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Tagblatt Online, 09. Januar 2012 15:59:00

FC St.Gallen will Owona vorzeitig loswerden

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Steht vor dem vorzeitigen Abgang beim FC St.Gallen: Brice Owona. (Bild: Archiv/Urs Jaudas)

FUSSBALL. Der FC St.Gallen hat den zweiten Teil des Unternehmens Wiederaufstieg in Angriff genommen. Der Verein will den Vertrag mit Brice Owona, dem eine Anklage wegen Vergewaltigung droht, vorzeitig auflösen.

Daniel Walt

Laufen am Gübsensee am Vormittag, Training auf dem Kunstrasenplatz in Abtwil am Nachmittag: So gestaltete der FC St.Gallen den Auftakt zur Vorbereitung auf die Rückrunde. Mit dabei war mit dem 19-jährigen Deutsch-Serben Dejan Janjatovic auch ein neues Gesicht. Der Mittelfeldmann spielte zuletzt in der zweiten Mannschaft von Getafe und kommt aus der Juniorenabteilung des FC Bayern München. «Wir testen ihn in den nächsten Tagen», sagt Markus Scherrer, Mediensprecher des FC St.Gallen.

«Wollen es anständig regeln»
Ein Gesicht, um das es vor kurzem viele Schlagzeilen gab, war am Montag nicht zu sehen: jenes von Brice Owona. Gegen den Kameruner war Ende November eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts der Vergewaltigung eröffnet worden. Am Vormittag wurde zunächst vermeldet, er habe einen Anwaltstermin. Im Lauf des Nachmittags stellte es sich dann aber heraus, dass Owona bis auf Weiteres vom Trainingsbetrieb dispensiert ist. «Und zwar auf unser Ersuchen», wie Markus Scherrer festhält. Owona sei sofort einverstanden gewesen. Laut Scherrer laufen aktuell Gespräche zwischen dem FC St.Gallen, dem Spieler und dessen Berater über die Zukunft. Owonas Vertrag läuft im Sommer aus - «wir tendieren in Richtung einer vorzeitigen Vertragsauflösung», so Scherrer. Allen Parteien sei klar, dass eine Lösung gefunden werden müsse. Die involvierten Parteien wollten die Angelegenheit auf eine anständige Art regeln.

Bilderstrecke: Trainingsstart FCSG

Der FC St.Gallen hat die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen. Beim Trainingsstart nicht dabei war Brice Owona - er ist vorderhand dispensiert. (Bilder: Urs Bucher)


«Schwierig zu sagen»
Von offizieller Seite ist über den Stand der Untersuchungen gegen Brice Owona wenig in Erfahrung zu bringen. Die Staatsanwaltschaft hält auf Anfrage einzig fest, das Verfahren laufe noch – über die Sachlage würden aber keine Auskünfte erteilt. Owonas Anwalt Andreas Fäh seinerseits hält fest, es sei schwierig zu sagen, ob es in Richtung einer Anklage gegen Owona gehe oder nicht  - «das Vorverfahren steht noch am Anfang, es sind noch Zeugenbefragungen offen», so Fäh.
 



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