Tagblatt Online, 29. August 2011 08:08:00
Luftig-leicht in die Kälte-Nacht
«Dreamer»: Roger Hodgson.
Nach den heftigen Winden gab es am Freitagabend eine musikalische Brise: Roger Hodgson verführte mit den Klängen von Supertramp. Musik zum Träumen.
Marc Haltiner
Heftig war es am Freitagabend, musikalisch wie klimatisch. Kaum war der letzte Ton von Manfred Mann's Earth Band verklungen, mussten sich die Organisatoren entscheiden, ob sie das Festival trotz stürmischer Winde weiterführen wollten. Sie taten es – und bekamen recht.
Die Wetterlage beruhigte sich, und musikalisch trat mit Roger Hodgson ein Sänger auf, der nicht besser zum Summer Days Festival hätte passen können. Der ehemalige Frontmann der britischen Topgruppe Supertramp ist zwar sichtlich in die Jahre gekommen. Von Musik und Stimmung her war seine Performance aber eindeutig der Höhepunkt des Abends.
Fan der Schweiz
Dass Hodgson ein Fan der beschaulichen, politisch aber wachen Schweiz ist, hatte er nie verhehlt, auch in Arbon nicht. Immer wieder schwärmte ein entspannt lächelnder Sänger von Gastland und Ambiance in Arbon, ähnlich lange wie seine verbalen Auslassungen waren Instrumentensoli und Pianoeinlagen. Dazwischen aber kamen die 11 000 auf dem Gelände am See auf ihre Kosten.
Alle grossen Hits
Zu Temperatursturz und leichtem Regen gab es luftig-leichte Klänge, einerseits aus Hodgsons inzwischen über 30jähriger Solokarriere, anderseits aber vor allem die Hits von Supertramp, die hauptsächlich den Erfolg des Sängers ausmachen. Am Freitagabend durften die Gäste zu ihren Klängen schwelgen. «Dreamer», «Breakfast in America» und «Logical Song» rissen die Altrocker auf dem Gelände mit, selbst das junge Publikum liess sich zum Mittanzen animieren. Eher routiniert dann Jimmy Cliff mit einigen seiner bekanntesten Songs, beschwingter Reggae, aber mit wenig Leidenschaft. Trotzdem harrte das Publikum aus. Sommerliche Töne beschlossen den Abend des grossen Wetterumschwungs.
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