Fans im Gabalier-Streit: "Du häsch ka Ahnig! Da isch Stimmig pur!"

RÜCKKEHR NACH ST.GALLEN ⋅ Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier kommt nächstes Jahr in den Kybunpark zurück. In den sozialen Medien reagieren Fans begeistert – es gibt aber auch kritische Voten.
14. November 2017, 12:01
Daniel Walt
Es war die ganz grosse Überraschung an der Generalversammlung des FC St.Gallen vom Montagabend: Am 9. Juni 2018 findet ein zweites Konzert des Österreichers Andreas Gabalier im Kybunpark statt. Bereits diesen Sommer hatte der selbst ernannte Volks-Rock’n’Roller 27'000 Fans im Fussballstadion im Westen der Stadt in seinen Bann gezogen – viele von ihnen schwärmen noch heute vom Konzert.

Dementsprechend euphorisch waren die Reaktionen von Gabalier-Fans in den sozialen Medien am Montagabend. Ungezählte Likes sowie Herzchensymbole wurden innert Minuten beim entsprechenden Beitrag auf der Facebook-Seite von "Tagblatt online" platziert.
 

"Chasch grad Tickets chaufe"

Auch in Textform gibt es zustimmende Beiträge auf Facebook. Spätestens dann brauche man ein Dirndl, schreibt beispielsweise Betty Fiore. Auch mehr oder weniger explizite Aufforderungen an Personen, Tickets zu besorgen, gibt es: "Hesch gad scho es Wiehnachtsgschenk für dini Liebst", schreibt beispielsweise Sandra Seelhofer-Bebie einem anderen Facebook-Nutzer. Noch direkter der Beitrag von Katja Gebert: "Fabian, chasch grad Tickets chaufe und üs iilade… Hulapalu!", fordert sie mit Bezug auf Gabaliers grössten Hit.

Andreas Gabalier legt vor 27'000 Zuschauern im Kybunpark eine Riesenshow hin. Im Publikum gibt es nur einen Modetrend: Dirndl und Lederhosen. (Bilder: Urs Bucher)

"Bitte mal Mut für was Neues!"

Nach der Ankündigung des zweiten Gabalier-Konzerts in St.Gallen innert Jahresfrist herrscht aber nicht nur eitel Sonnenschein im Netz. "Bitte mal Mut für was Neues!", schreibt beispielsweise Mark Sutter. In einem zweiten Beitrag doppelt er nach: Es gebe so viele gute Bands, und in St.Gallen, egal ob am Open Air oder im Kybunpark, kämen immer wieder dieselben. An einer Terminkollision stört sich hingegen Fabienne Mühleis: Am 9. Juni 2018 finde auch das Schweizerische Polizeimusiktreffen in St.Gallen statt, bedauert sie: "Weisch, bi üs i de Stadt weiss die eint Hand nöd, was die ander macht."

Andreas Gabalier kommt am 9. Juni 2018 nach St.Gallen zurück. Dabei wird sicherlich auch sein Hit "Hulapalu" nicht fehlen. (Youtube)

"Heul leise…"

Andreas Gabalier und seine Musik sind nicht jedermanns Sache – davon zeugt der Beitrag von Kurt Schädler. "Wääää!", schreibt er kurz und bündig. Gegensteuer gibt aber sogleich seine Schwester Heidi Sosic-Schädler: "Du häsch ka Ahnig! Da isch Stimmig pur!", schreibt sie.
In eine völlig andere Richtung geht das Votum von Frank Buchholz: "Alpenrocker… Der weiss doch überhaupt nicht, was Rock ist", kritisiert er. Und greift Gabalier dann als "rechtskonservativ" an.  In der Tat sorgt der Volks-Rock’n’Roller mit seinem Look, dem Abfeiern des Heimatbegriffs und konservativen Ansichten immer wieder für Schlagzeilen.  Die Antwort auf Buchholz’ kritisches Posting lässt aber ebenfalls nicht lange auf sich warten: "Heul leise… Er hat eine Meinung und dazu steht er", schreibt Daniel Schaltegger.

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