Tagblatt Online, 30. Januar 2012 07:57:00
Die Piste ist bereit für die Sportwoche
Schneesportschule beim Kinderskilift Bischofsberg in Heiden. (Bild: pd)
SEEREGION/HEIDEN. Am Wochenende gab's zu Beginn der Sportferien mal wieder ein paar Schneeflocken. Dem Skiplausch vor der Haustüre steht nun zumindest in Heiden nichts mehr im Weg – vor allem dank des Einsatzes von Kunstschnee und viel Schaufelarbeit der Skiliftbetreiber.
CORINA TOBLER
Etui und Thek sind für eine Woche im Schrank verstaut, dafür ist der Skianzug wieder in regem Gebrauch. Für die meisten Kinder ist soeben die Sportwoche angebrochen. Während die einen mit ihren Familien in die grossen Skiorte reisen, gibt es in Grub, Eggersriet und Heiden auch für Daheimgebliebene die Chance auf ein paar Schwünge im Schnee.
Ohne Kunstschnee geht's nicht
Johannes Solenthaler, Betreiber von Schneesportschule und Kinderskilift Bischofsberg in Heiden, hat jedenfalls alles unternommen, um seine Piste die Ferienwoche über offen halten zu können. Der benachbarte grosse Skilift konnte zwar diese Saison noch kein einziges Mal vollständig genutzt werden, der Kinderskilift ist aber seit Mittwoch in Betrieb.
Seit gestern ist die Piste sogar bis zum Mitteleinstieg des grossen Skilifts befahrbar. Sie sollte dies vorläufig auch bleiben; zum einen dank des Niederschlages, zum anderen dank des Kunstschnees, den Solenthaler verteilt hat. «Das Herstellen von Kunstschnee ist mit einem gewissen Risiko verbunden, es fallen Kosten an. Aber in Wintern wie diesem ist es die einzige Möglichkeit, die Saison zu verlängern – sofern die Temperaturen tief genug sind», sagt er. Die nötige Mehrarbeit verrichtete Solenthaler gerne, um dem erwarteten Andrang in den Ferien gerecht werden zu können.
Piste vor der Haustüre geschätzt
Denn obwohl es am Schnee fehlt, ist das Interesse am Skifahren riesig. Über Weihnachten und Neujahr sind in Heiden regelmässig alle Kurse ausgebucht, ebenso in den Sportferien. «Die Leute kommen aus der ganzen Region inklusive Thurgau hierher. Die Anfahrt ist kurz und als Vorbereitung der Kinder auf die Skiferien genügt unser Hang vollauf. Vor allem Familien, die in den ganz tiefen Lagen wohnen, schätzen das Skifahren quasi vor der Haustüre», freut sich Solenthaler.
Trotz des Andrangs zu Spitzenzeiten wünscht er sich aber mehr Kundschaft während der Schulzeit im Januar. «Unser Angebot für Schulklassen, die für fünf Franken pro Kind fahren können, wird leider nur selten genutzt, ich hoffe, das ändert sich künftig. Insgesamt bin ich aber trotz des Schneemangels mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden», betont er.
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