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Tagblatt Online, 26. Januar 2012 01:04:00

Mit 250 km in die Regierung

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Regierungsratskandidat Michel Götte beim Laufcup in Heiden, wo er sich unter anderem auf seinen 250-Kilometer-Lauf rund um den Kanton vorbereitet hat. (Bild: Urs Bosshard)

TÜBACH/ST.GALLEN. Regierungsratskandidat Michael Götte (SVP) will beweisen, dass er für aussergewöhnliche Leitungen parat ist und lanciert seinen Wahlkampf mit einem sportlichen Kraftakt, der ihn in 14 Tagen laufend um den Kanton St. Gallen bringt.

RUDOLF HIRTL

 «Ich bin nicht unglücklich darüber, wenn die Restaurants entlang meiner Etappen auf ihrer Speisekarte auch Spaghetti haben», sagt Michael Götte lachend und spricht damit den Umstand an, dass er während der ersten 14 Tages seines Wahlkampfes ordentlich Energie nachladen muss. In dieser Zeit will er nämlich laufend den Kanton umrunden und so auch beweisen, dass Slogans wie «Die junge Kraft» oder «Ein Mann der Tat» nicht nur leere Phrasen auf seinen Wahlplakaten sind.

Er wird dabei nicht winkend durch Städte und Dörfer laufen, sondern sich in jeder Gemeinde mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen, um mit Menschen über seine politischen Anliegen zu diskutieren. Dieses Stop-and-Go wird eine der Herausforderungen für den 32jährigen SVP-Kantonsrat sein. Denn, obwohl die einzelnen Abschnitte «nur» zwischen 2,5 und 9 Kilometern lang sind, wird er am Ende seiner Kantonsumrundung nicht weniger als 250 Kilometer in den Beinen haben, wobei die längste Tagesetappe deutlich über 40 Kilometer führt und damit Marathondistanz erreicht.

Kein Spaziergang

Der Start erfolgt am Samstag, 4. Februar, um 7.45 Uhr in Häggenschwil. Nach Stops in Wittenbach, Mörschwil und Obersteinach trifft Michael Götte um 13.30 Uhr in Tübach ein, wo er seit 2005 als Gemeindepräsident tätig ist. In den nachfolgenden Tagen führt ihn sein Wahl-Marathon zuerst durch die Region Rorschach und das Rheintal, ehe er über Werdenberg, Sarganserland, See Gaster, Toggenburg und Wil das Ziel seiner Reise, St. Gallen (Samstag 18. Februar), erreicht. Der Wahlkampf wird also kein Spaziergang. Schon gar nicht für Götte, der neben seinem Amt als Gemeindepräsident auch in der Privatwirtschaft tätig ist und seit drei Jahren der SVP-Fraktion im Kantonsrat vorsteht. Engagements, die ihn nicht belasten, sondern beflügeln. «Ich bin jung, voller Energie, habe Freude an meinen Aufgaben und will mit meinem Lauf zeigen, dass ich für aussergewöhnliche Leitungen parat bin», so Götte.

Über Stock und Stein

Sich reinhängen, sich engagieren – das gilt für Götte nicht nur, wenn er die Laufschuhe schnürt, sondern auch, wenn es um Politik geht. Solle er die Chance erhalten, in der St. Galler Regierungs mitzuwirken, so will der seit August verheiratete Vater eines einjährigen Sohnes seiner Linie treu bleiben, unternehmerische Führungsprinzipien einbringen, Strukturen vereinfachen und Bürokratismus abbauen. Als Gemeindepräsident, Kantonsrat und Fraktionspräsident sei er bestens auf die Aufgabe vorbereitet und vertraut mit den Dossiers, so Götte. Vorbereitet hat er sich auch auf seinen 250-Kilometer-Lauf. Zuletzt am Sonntag beim Laufcup in Heiden, wo er auf matschigem Boden 11,2 Kilometer und 320 Höhenmeter in einer Stunde und 15 Minuten zurücklegte. Was, wenn der Winter seinem Namen mit Kälte und Schnee alle Ehre macht? «Dann», so Götte lachend, «werde ich einfach auf Langlaufski umsteigen.»

Der Lauf von Michael Götte kann auf www.ihr-regierungsrat.ch und auf Facebook mitverfolgt werden.




Leser-Kommentare:
2 Beiträge

Kommentare lesen

Andrea9034 (26. Januar 2012, 09:23)
Tolle Möglichkeit

Schön, dass es noch bürgernahe Politiker gibt. Mit dieser Aktion erhält man die Gelegenheit den Kandidaten persönlich kennen zulernen. Für die St.Galler Regierung mit dem Durchschnittsalter von über 50 Jahren wäre diese junge ausdauernde Kraft eine Bereicherung. Auch weil Herr Götte über eine grosse politische Erfahrung verfügt und dies trotz seiner jungen Alters!

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Martin_Studer (26. Januar 2012, 08:12)
Spaziergänger

Es gibt Kandidaten, die unternehmen alles um aufzufallen. In die Kantonsregierung wünsche ich mir eine Person, die ihre Hausaufgaben macht und nicht während der Arbeitszeit im Kanton herumspaziert.

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