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Tagblatt Online, 03. Februar 2012 07:45:00

Trogenerbahn war verkehrt unterwegs

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Polizeiauto begleitet Trogenerbahn im Schneetreiben auf dem Bohl. (Bild: Leserbild: Marc Hanselmann)

St.Gallen. Es hörte einfach nicht auf: Unablässig fielen gestern Schneeflocken auf Strassen, Plätze und Dächer der Stadt. Während des Tages lief der Verkehr ohne grössere Zwischenfälle, wie es seitens der Polizei und der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) hiess. Gegen Abend aber kam die Stadtpolizei doch noch zu einem Sondereinsatz. Da beim Hauptbahnhof eine Weiche vereiste, musste eine Komposition der Trogenerbahn mit Polizeibegleitung im Gegenverkehr vom Bahnhof zum Marktplatz geführt werden. Gemäss Auskunft der Stadtpolizei konnte das Weichenproblem bald darauf behoben werden. Wie Passanten berichteten, kam es bei den VBSG durch den Zwischenfall zu Verspätungen.

200 Mann im Einsatz

Zuvor hatten die Busse der VBSG den gestrigen Tag ohne grössere Probleme gemeistert. «Wir konnten den Fahrplan weitgehend einhalten», sagt Betriebsleiter Ralf Eigenmann. Phasenweise habe der Schnee zu kurzen Verspätungen geführt, weil die Busse langsamer fahren mussten. Und bei den Wendeplätzen habe es den einen oder anderen Rutscher gegeben. Eigenmann: «Angesichts der Verhältnisse lief der Betrieb ansonsten äusserst gut.»

Auch die Stadtpolizei hatte laut Sprecher Benjamin Lütolf, mit Ausnahme der Aktion am Abend, einen ruhigen Tag. «Es gab weder Staus noch Unfälle.» Lütolf weist darauf hin, trotz der Schneemaden am Strassenrand das Auto richtig zu parkieren. «Sonst wird den Rettungs- und Schneeräumfahrzeugen der Weg versperrt.»

Volleinsatz schon in der Nacht

Für das Strasseninspektorat waren 15 Lastwagen, 45 kleinere Fahrzeuge sowie 200 Personen den ganzen Tag im Einsatz, um Strassen und Trottoirs vom Schnee zu befreien. «Um drei Uhr morgens entschieden wir uns für einen Volleinsatz», sagte René Dietrich, stellvertretender Strasseninspektor. Dies, nachdem zuvor bereits 15 Zentimeter Neuschnee gefallen waren. Höchste Priorität hatten dabei die Innenstadt, die Hauptstrassen und Buslinien. «Wir waren aber auch in den Quartieren ständig unterwegs», sagt Dietrich. Die Schneemenge habe man problemlos bewältigen können. (hae/rst)

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