Biberburg gehört den Kindern

LICHTENSTEIG ⋅ Am Samstag fand die Einweihung der Biberburg in der Stadtau in Lichtensteig statt. In den Spielplatz wurden 180 000 Franken investiert.
19. Juni 2017, 05:17
Markus Schildknecht

Markus Schildknecht

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@toggenburgmedien.ch

Zur Neueröffnung des sanierten Spielplatzes in der Stadtau in Lichtensteig kamen Sponsoren, Initianten, Anwohner und Einwohner. In den Spielplatz wurden rund 180 000 Franken investiert. Die Einweihung fand bei schönstem Wetter statt.

Privatinitiative überzeugt Stadtrat

Die Vorgeschichte der Sanierung ist rasch erzählt. Eine Arbeitergruppe, bestehend aus Stefan Forrer, Alex Reiser, Marlis Schiess und Torsten Wühle und weiteren Personen hatte einen Vorstoss im Rahmen eines grossen Beteiligungsprozesses in Lichtensteig lanciert. Die Gruppe hatte die Schaffung eines neuen Spiel- und Begegnungsplatzes ­angestrebt. Anstelle eines neuen Spielplatzes wurden drei bestehende komplett erneuert und erweitert. Diese Privatinitiative überzeugte den Gemeinderat.

Danach ging es darum, die finanziellen Mittel zu beschaffen. Alle liessen ihre Beziehungen und das Netzwerk spielen, und so kamen rund 180 000 Franken zusammen. Neu steht unter anderem ein grosser Brunnen ganz oben beim Spielplatz. Der Brunnen wurde bei einem Granitbrunnenverkäufer erworben, und es wurde eine Trinkwasserleitung angeschlossen. Der Brunnen ist von 9 bis 21 Uhr in Betrieb. Das Wasser läuft über eine Rinne in einen Schacht, und von dort fliesst es in den Sandkasten. Gesponsert wurde der Brunnen von Bruno und Françoise Strub-Roulet.

Kletteranlage ist der Namensgeber der Biberburg

Den Spielplatz schliesslich aufs Papier brachte Toni Anderfuhren, welcher leider nicht mehr lebt. «Er zeichnete noch einiges mehr aufs Papier und wollte das Projekt noch grösser machen», sagte Mathias Müller bei seiner Ansprache an der Einweihung. Er sprach auch von einem Vorzeigeprojekt und unterstrich, dies sei ein wichtiger Anziehungspunkt.

«Die Kletteranlage heisst wegen der Umgebung, in der es mehrere Biber gibt, Biberburg», erzählt Stefan Forrer. Es gab denn auch einen Planungstag, und man entschloss sich, den kleinen Fussballplatz sowie den Unterstand und die «Rohrloki» bestehen zu lassen. Bei der «Rohrloki» musste allerdings noch ein Fallschutz nach den Bestimmungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung gebaut werden. Dafür wurden eine neue Grillstelle sowie Sitzmöglichkeiten errichtet.

Der Pflastersteinplatz, auf welchem der Brunnen steht, wurde von Mitarbeitern der St. Galler Kantonalbank in Zusammenarbeit mit einem Gärtner erbaut. Schliesslich ist auch eine Rutschbahn neu auf dem Spielplatz zu finden.

Die Umgebung neu angepasst

«Die Umgebung wurde komplett angepasst, und so entstand ein wirklich schöner, neugestalteter Sitzplatz. Im vergangenen Frühling stand ein sogenannter Bautag auf dem Programm, wo Kinder und die Arbeitsgruppe beim Werken tatkräftig mithelfen durften», sagte Marlis Schiess. Der Tischtennistisch wie auch die Schaukel stehen immer noch auf dem Spielplatz, dafür wurde eine komplett neue Sandanlage erbaut. Die Steine wurden so gelegt, dass das Wasser gut ablaufen kann.

Auch eine Holzrampe um einen Baum ist neu für die Kinder, den Spielgerätebauer Daniel Zucol anfertigte. Ein Seil, dass in die Tiefe geht und zum Herumturnen dient, ist für die junge Generation ebenfalls neu. Alex Reiser dankte in seiner Ansprache den Einwohnern, Kindern und den Sponsoren für ihre grosse Unterstützung. Danach war grosses Grillieren angesagt, und man tauschte sich über die Erneuerung des Spielplatzes aus.


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