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Toggenburger Tagblatt, 7. April 2010, 01:03 Uhr

Zukunft des «Speers» ist ungewiss

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Restaurant Speer geschlossen: Am Samstag hatte das Wirte-Team (von links) Doris Hässig, Silvia Hässig und Leo Jauch ihren letzten Einsatz im «Speer» in der Nesslauer Laad. (Bild: Bild: Franz Steiner)

NESSLAU. Mit der Schliessung des Restaurants Speer in der Nesslauer Laad verliert der Weiler einen beliebten Treffpunkt für Vereine und Bevölkerung der Aussengegend. Auch die Schule und der Schützenstand mussten bereits geschlossen werden.

Franz Steiner

Am Samstag hiess die Wirtefamilie Hässig vom Restaurant Speer in der Nesslauer Laad die Gäste ein letztes Mal willkommen. Noch ist offen, was aus dem Gasthaus wird. Es wurde an einen Richterswiler veräussert. Neben dem Restaurant Speer gibt es nun nur noch das «Buurebeizli Dergeten», so man in der Laad einkehren kann.

Nach der Aussenschule und dem Schützenstand geht nun für die Laader Vereine ihr Treffpunkt für Singproben, Versammlungen oder Kurse verloren.

Dazu kamen Absenden der Laader Schützen oder Versammlungen wie die Holzgant oder jene der Alpkorporation Heumoos. Und natürlich die vielen Chränzli des Singchörli oder Männerchors, welche jeweils viele Besucherinnen und Besucher anzogen.

Ein Treffpunkt

«Der <Speer> war viele Jahre der Mittelpunkt unseres Vereinslebens», sagt Heinz Rust vom Männerchor Laad. Die 25 Männerchörler haben eine Bleibe im ehemaligen Schulhaus gefunden.

Für das Singchörli ist die definitive Lösung noch offen, jedes zweite Mal proben sie im «Buurebeizli Dergeten» bei den Stauffachers.

1965 hat alles angefangen, als das Ehepaar Silvia und Ueli Hässig-Scherrer das Restaurant übernahmen. Nach dem Tod des Gatten im Jahr 2002 nahmen sich Silvia Hässig mit Tochter Doris Hässig dem Wohl der Gäste an. «Nach den Proben wurde im Restaurant meistens weitergesungen», erinnert sich Silvia Hässig mit etwas Wehmut.

Nun zieht sie mit ihrer Tochter und dessen Lebenspartner Leo Jauch ins Haggen-Quartier im Dorf. Die vertraute Umgebung auf 1000 Meter über Meer weicht nun einem neuen Lebensabschnitt.

Ein letzter Kafi «Speer»

Ein letztes Mal konnten Spezialitäten wie Kafi «Muh», Kafi «Biberfladä» oder Kafi «Speer» bestellt werden. Zum Abschied gab es einen würdigen Rahmen mit einem Spielabend und einem Jassturnier.

In die Siegerlisten verewigten sich Bertha Scherrer (Spiele) und Ruedi Geisser vor Anni Tschumper und Marianne Scherrer (Jassen). Als kleines Dankeschön ging die erste Konsumation des Abends aufs Haus.



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