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Tagblatt Online, 29. November 2010 06:38:00

Mut und Unternehmergeist gezeigt

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Freude herrscht: Zahlreiche Gäste und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feierten gemeinsam am Freitagabend die Einweihung des Neubaus der Högg AG Produktionstechnik an der Austrasse in Wattwil.

WATTWIL. Nach vier Jahren Planung und rund anderthalb Jahren Bauzeit hat die Högg AG Produktionstechnik ihren Neubau an der Wattwiler Austrasse eingeweiht. Die Halle mit über 10 000 Quadratmeter Grundfläche löste grosses Lob aus. Sie bietet Arbeitsplätze für über 100 Mitarbeitende.

Sabine Schmid

Alfred und Ivo Högg waren am Freitagabend Gastgeber für zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die zur Einweihung der neuen Produktionshalle in Wattwil eingeladen waren. Vertreter aus Politik und Wirtschaft befanden sich ebenso auf der Gästeliste wie Personen, die an der Planung und am Bau beteiligt waren. Einen grossen Teil der Gäste machten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Högg AG Produktionstechnik.

Nebst der Besichtigung und einem feinen Essen kamen die Eingeladenen in den Genuss eines Konzertes der Big Band der Kantonsschule Wattwil. Die Musiker, die unter der Leitung von Martin Winiger spielten, gestalteten ihren Showblock zusammen mit der Sängerin Katja Mair.

Hell und elegant eingerichtet

Die Gäste hatten die Gelegenheit, die neue Produktionshalle zu besichtigen. Ein ausgeschilderter Rundgang führte sie durch die Gänge, vorbei an den Büros der Geschäftsleitung.

Diese zeichnen sich durch eine zweckmässige und elegante Einrichtung aus. Die Besucherinnen und Besucher konnten einen Blick in den Aufenthaltsraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werfen. In einer Präsentation konnten die Interessierten nochmals die wichtigsten Meilensteine der Bauphase mitverfolgen. Im Zentrum des Interesses der Gäste war auch der Reinraum, in welchem unter speziell hygienischen Verhältnissen und mit speziell reinen Anzügen gearbeitet wird. Die Besichtigung der Halle zeigte den Gästen auf, welche Produkte an den Maschinen gefertigt werden.

Die Kernkompetenzen der Högg AG Produktionstechnik liegen in den Bereichen Profiltechnik und CNC-Bearbeitung. Dabei werden vor allem Stahl, rostfreier Stahl und Aluminium verarbeitet. Rund 40 Prozent der Produkte ist für den Export bestimmt.

«Ein super Bauwerk»

Geschäftsführer Ivo Högg zeigte sich sehr erfreut über den Bau: «Wir können darin unsere Fertigungsprozesse optimieren. Und es ist uns gelungen, die Produktionshalle mit einer ansprechenden Architektur zu bauen.

Es ist ein super Bauwerk.» Es strahle Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit aus. Attribute, die ebenfalls auf die Högg AG Produktionstechnik zutreffen würden. Der Geschäftsführer schaute auf die lange Planungsphase zurück und erinnerte sich an den Zeitpunkt, als er die Entscheidung für den Bau treffen musste. «Wir mussten in diesem Moment grosse Umsatzeinbrüche hinnehmen», sagte er. Dennoch habe er an die Zukunft geglaubt. «Die aktuelle Wirtschaftslage gibt uns recht», freute er sich.

Ivo Högg bedankte sich bei seinem Vater Alfred, der während der Bauzeit jeden Tag auf der Baustelle anzutreffen war und dort kontrolliert und koordiniert habe. Schliesslich wandte sich der Geschäftsführer auch an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: «Sie haben jetzt einen tollen Arbeitsplatz, aber unser Ziel ist es, die Abläufe zu optimieren.»

Mut und Unternehmergeist

Architekt Christian Frei gratulierte der Firma Högg AG Produktionstechnik zum Bau. Er und sein Team von Frei Architekten haben einen architektonisch unverwechselbaren Bau geschaffen, der ein Zeichen für Wattwil sein soll. Zusammen mit dem Generalunternehmer, der Bauengineering schenkte er der Firma Högg ein Kunstwerk (siehe Kasten). Der Wattwiler Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner zitierte Alt Bundesrat Adolf Ogi mit seinem «Freude herrscht!».

Mit dem Neubau hätten Ivo und Alfred Högg nicht nur Mut und Unternehmergeist gezeigt, sondern auch einen Meilenstein für ihr Unternehmen und für die Wirtschaftsregion Toggenburg gesetzt. Das Resultat sei mehr als nur eine Werkhalle. Hier sei die Firmenkultur spürbar, meinte Alois Gunzenreiner. Er wandte sich in seinen Grussworten aber nicht nur an die Vertreter der Firma.

An die Adresse der Politiker sagte er, dass es in der Schweiz solche Unternehmen brauche, die einen solchen Geist zeigen würden. Die Krise habe zwar gezeigt, dass die Schweiz ein Erfolgsmodell sei. Trotzdem sollten die Politiker für die Unternehmen die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Arbeitsplätze erhalten und Investitionen tätigen können.





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