Tagblatt Online, 23. Februar 2012 01:07:02
Mit einem Film die Arbeit reflektieren
Die Wilener Bevölkerung bekommt in nächster Zeit mehr mediale Beachtung. Einerseits macht das Schweizer Radio DRS eine Wahlreportage in der Gemeinde, andererseits hat der Gemeinderat einen Film über das Dorfleben in Auftrag gegeben.
SIMON DUDLE
WILEN. Im Hinblick auf die Kantonsratswahlen am 15. April besucht das Regionaljournal von Schweizer Radio DRS alle Wahlkreise im Kanton Thurgau und macht je einen längeren Beitrag. Im Hinterthurgau wurde Wilen als exemplarisches Beispiel auserkoren. «Wir haben mit Wilen ein Dorf herausgepickt, in dem Politik nicht in erster Linie zählt. Wir stellen die Frage, was für die Leute dieser Gemeinde anstelle der Politik wichtig ist», sagt die beim Schweizer Radio DRS 1 für diesen Beitrag zuständige Tanja Millius. Es sollen Personen verschiedenster Bereiche zu Wort kommen. Der Beitrag wird voraussichtlich am Donnerstag, 15. März, ab 17.30 Uhr im Regionaljournal Ostschweiz ausgestrahlt.
Renato Müller führt Regie
Bei einem zweiten medialen Projekt werden die Wilenerinnen und Wilener ins Bild gerückt. Der Gemeinderat hat bei der Frauenfelder Oberstufen-Timeout-Klasse von Franziska Stöckli unter dem Titel «Menschen in der Gemeinde Wilen» ein Filmprojekt in Auftrag gegeben. Die Schüler von Stöckli werden Kinder und Erwachsene bei verschiedenen Gemeinde-, Schul- und Vereinsanlässen filmen oder bei ihren Einkäufen in den Gewerbebetrieben begleiten und teilweise auch interviewen. So wird dies zum Beispiel auch an der Gemeindeversammlung, dem Seniorenstamm, den Sportveranstaltungen, übermorgen beim Fastenznacht, dem Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Brass Band Wilen, dem Spaghettiplausch, der 1.-August-Feier, der Ägelsee-Stafette, dem Räbeliechtliumzug, dem Chlaushüttengaudi und der Seniorenweihnacht der Fall sein. Für die Begleitung des Projekts ist der Wiler Künstler Renato Müller verantwortlich, der zusammen mit den Schülern der Timeout-Klasse das Story-Board erarbeitet hat und das Projekt nun umsetzt.
Die Arbeit reflektieren
Die ersten Interviews und Drehs haben bereits stattgefunden. Das Ziel ist, dass der Film der Bevölkerung am nächsten Neujahrsempfang gezeigt werden kann. Gemeindeammann Kurt Enderli sagt zum Hintergrund des Films: «Wir wollen damit reflektieren, ob die Arbeit des Gemeinderates und vor allem die werteorientierte Dorfentwicklung der vergangenen fünf Jahre ankommt.»
Zuerst hat der Gemeinderat innerhalb der Ortsgrenzen nachgefragt, ob jemand diesen Auftrag ausführen wolle und könne, bekam jedoch nirgends positiven Bescheid. Nun ist Enderli überzeugt, mit der Frauenfelder Timeout-Klasse eine gute Lösung gefunden zu haben. «Franziska Stöckli und ihre Schüler bringen die nötige Distanz mit», sagt der Gemeindeammann. Wie lange der Film und was genau der Inhalt sein wird, weiss Enderli noch nicht. Es soll ein Image-, aber kein Werbefilm entstehen. Es gehört also nicht zum Auftrag, allfällige negative Statements wegzulassen.
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