Tagblatt Online, 23. Februar 2012 01:07:01
Der Ligaerhalt ist geschafft
Mit diesem «Big Save» verhinderte Juliano Gallmann einen neuerlichen Rückstand und zählte am Schluss mit zu den Matchwinnern. (Bild: uno.)
Der EHC Uzwil gewinnt dank eines starken Schlussdrittels gegen den EHC Arosa mit 2:1 (0:0, 0:1, 2:0). Damit sichert er sich mit dem zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen den Ligaerhalt.
REMO BEERLI
EISHOCKEY. Gross war nach dem Abpfiff der Partie die Erleichterung und die Freude der Spieler, der Trainer und der Fans über den Ligaerhalt. Für ein Team, das zu einem grossen Teil mit unerfahrenen Junioren in die Saison gestartet ist, ist der Verbleib in der 1. Liga als Erfolg zu verbuchen und kann nicht als selbstverständlich angesehen werden.
Ausgangslage war schwierig
Das bestätigt auch Roger Bader, der Trainer des EHC Uzwil: «Da wir mit einem sehr unerfahrenem Team in die Saison gestartet sind, habe ich ehrlich gesagt gewusst, dass wir wohl gegen den Abstieg spielen werden. Ich habe darum immer die Resultate des EHC Wetzikon genau mitverfolgt. Denn Wetzikon und wir waren in dieser Gruppe auf dem Papier die beiden schwächsten Teams. Zum Fernduell um den Ligaerhalt zwischen Wetzikon und uns ist es tatsächlich auch gekommen. Wir konnten uns verdient durchsetzen, da wir Wetzikon in dieser Saison viermal geschlagen haben.»
Über weite Teile des Spiels gegen Arosa deutete allerdings wenig darauf hin, dass Uzwil sich den Ligaerhalt schon in dieser Partie würde sichern können. Nach einem ansprechenden Start in die Partie schlichen sich bei den Gastgebern immer mehr Fehler ein. Der EHC Arosa vermochte sich seinerseits nach einem harzigen Start zu steigern und war insbesondere im zweiten Drittel die stärkere und abgeklärtere Mannschaft. So brachte Sandro Schett die Bündner kurz vor Spielmitte nicht unverdient in Führung.
Ausgleich dank Vitaminspritze
Wie Roger Bader bestätigt, war die Stimmung bei den Uzwilern nach den ersten zwei Dritteln ziemlich negativ. Sie haderten damit, dass ihnen nichts gelingen wollte. «In der zweiten Pause wurden wir Trainer laut und schafften es zusammen mit den Spielern, die negative Einstellung in eine <Jetzt-erst-recht-Stimmung> zu verwandeln. Das war entscheidend für das dritte Drittel», so der Trainer des EHC Uzwil. Zudem stellte Bader die Blöcke auf einigen Positionen um und liess mit Frick, Grau und Frei die drei Jüngsten des Teams in einem Block spielen. Diese junge Vitaminspritze, wie Bader diese Sturmlinie nennt, zeigte sofort ihre Wirkung. Denn sie war durch Lars Frei für den immens wichtigen Ausgleich zum 1:1 zu Beginn des Schlussdrittels verantwortlich.
Gallmanns Schlüsselparade
In der Folge dominierte das Heimteam die Partie und kam zu mehreren Möglichkeiten. Der EHC Arosa blieb allerdings bei Kontern sehr gefährlich. Bei der besten dieser Konterchancen verhinderte Gallmann im Tor der Uzwiler mit einer starken Parade gegen den alleine anstürmenden Schlup von Arosa einen neuerlichen Rückstand. Besser machte es Steve Fisch, der gut zwölf Minuten vor Schluss in Überzahl die Uzwiler erstmals in Führung brachte. In der Folge kontrollierten die Uzen das Spiel und liessen nichts mehr zu. So konnten sie sich schliesslich über den Ligaerhalt freuen konnten.
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