Gecha hat endlich ein Zuhause

ALTNAU ⋅ Der alte Kater hat dank der Rubrik «Tiere suchen» unserer Wochenzeitung «A» ein neues Frauchen gefunden. Das ist ein Glücksfall.
13. Oktober 2017, 06:55

Er fühlt sich wohl – das sieht man ihm an. Brigitte Hermann streicht dem Kater über den Kopf. Hier haben sich zwei gefunden: eine 68-jährige Katzenliebhaberin und Gecha, ein Seniorkater aus dem Tierheim Altnau. «Eigentlich wollte ich keine Katze mehr», sagt Hermann. Ihr Leben lang haben sie die Samtpfoten begleitet. Doch mit 68 Jahren wollte sie sich keine junge Katze mehr holen. Nicht, dass diese noch im Tierheim landet, weil die Seniorin nicht mehr für sie sorgen kann.

Doch dann lachte sie Gecha an. Genauer gesagt war es ein Bild des Katers im Wochenmagazin «A» unserer Zeitung. «Ich sah das Bild, las die Beschreibung und dachte mir, dass das passen könnte», sagt Hermann. Mit 14 Jahren ist Gecha ein Senior und geniesst am liebsten Streicheleinheiten. Allerdings hat der Charmeur auch gesundheitliche Probleme: Wegen seiner Schilddrüsenunterfunktion muss er täglich Tabletten nehmen. Auch das war im Inserat vermerkt. «Mich hat das aber überhaupt nicht gestört», sagt Hermann. Also erzählte sie am nächsten Tag ihrem Sohn von der Idee, Gecha zu sich zu holen. Der war begeistert – und schon am Abend des gleichen Tages schnupperte der Kater Sirnacher Luft in seinem neuen Zuhause bei Brigitte Hermann.

Einen Monat ist Gecha nun bei seinem neuen Frauchen. Seit kurzem darf er nach draussen. «Man sieht ihm die Freude an, wenn er durch den Garten springt», sagt Hermann.

Der Kater galt als schwer vermittelbar

Auch Doris Brönimann vom Tierschutzverein Kreuzlingen freut sich über die geglückte Platzierung. Der Tierschutzverein Kreuzlingen betreut das Tierheim in Altnau. Deshalb hat Brönimann das Schicksal von Gecha mitverfolgt. Ein Jahr lang hat der Kater auf ein neues Zuhause gewartet. Er galt als schwer vermittelbar wegen seines Alters und dem täglichen Medikamentenbedarf. Doch jetzt hat er seinen Platz – ein Glückstreffer.

«Gecha ist ein Schatz», sagt Hermann. Auch ihrem Sohn ist der Kater ans Herz gewachsen. «Wenn wir telefonieren, sagt er jedes Mal, dass ich dem Kater einen Kuss von ihm geben soll», sagt die Seniorin. Sie lächelt und streichelt Gecha liebevoll.

 

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch


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