Tagblatt Online, 22. Juli 2010 01:01:40
Kunst von Spigar in Egnach
Spigar und sein Kunstwerk (Bild: Bild: pd)
Egnach. Kürzlich hat der 62jährige Rheintaler Spigar seine als Kunstwerk ausgestaltete Telefonkabine restauriert, welche seit rund zehn Jahren bei der Ortstafel Buch in Egnach steht. «Es ist das kleinste Museum der Welt», bemerkt Spigar, der diese «Soziale Skulptur der Kommunikation» vor 15 Jahren erschaffen und 2001 ein erstes Mal restauriert hat.
Innerhalb einer Grundfläche von knapp einem Quadratmeter und einer Höhe von gut zwei Metern zeigt Spigar den Menschen, der die Last seiner selbst und zusätzlich auf Rücken und Schultern die Belastung durch seine Mitmenschen zu tragen hat. Verstärkt wird der Effekt durch Spiegelungen an Boden, Decke, Rückwand und Innen- sowie Aussenseiten. Umrahmt wird das Kunstwerk von den für Spigar typischen, von unten nach oben strebenden tänzelnden Figuren. Nachts kann die Skulptur zudem beleuchtet werden.
Spigar selbst hat den Besitzer der Skulptur, Erwin Feurer, der im angrenzenden Bauernhaus Kunst und Kultur verwaltet, gebeten, diese wieder instand stellen zu dürfen. Das «kleinste Museum der Welt» ist an 365 Tagen rund um die Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. (pd)
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