Kredit über 3,1 Millionen genehmigt

Die Bürger der Schulgemeinde Neckertal stimmten an ihrer Bürgerversammlung einem Kredit in der Höhe von 3,1 Millionen Franken für die Sanierung des Schulhauses Brunnadern zu. Zusätzlich wurde ein Kredit über 130 000 Franken für eine Photovoltaikanlage gutgeheissen.
27. März 2014, 02:35
URS M. HEMM

NECKERTAL. Die Sanierung des Schulhauses Brunnadern stand im Mittelpunkt der Schulbürgerversammlung der Schule Neckertal vom Dienstagabend. Im Zentrum der geplanten Arbeiten steht der Abbruch des alten Primarschulhauses. Dieses soll durch einen Ergänzungsbau ersetzt werden, der an den bestehenden Hauptbau anschliesst. Für die Ausführung aller Arbeiten beantragte der Schulrat die Bereitstellung eines Kredits in der Höhe von knapp 3,1 Millionen Franken. Mit der Sanierung der Schulanlage soll gleichzeitig auf dem Süddach eine Photovoltaikanlage installiert werden, wofür ein Antrag für einen Zusatzkredit in der Höhe von 130 000 Franken gestellt wurde. Beiden Anträgen wurde von den 127 Stimmberechtigten grossmehrheitlich entsprochen. Einstimmig genehmigt wurden die Rechnung 2013, die mit einem Ertragsüberschuss von rund 96 000 Franken abschliesst, wie auch das Budget 2014, das einen Aufwand von rund 10,4 Millionen Franken vorsieht.

Sanierung in drei Etappen

Schulrat Christian Roth, verantwortlich für den Bereich Infrastruktur, stellte das Gutachten für das Sanierungsvorhaben vor. Das ganze Projekt ist in drei Etappen aufgeteilt und soll im Herbst 2014 in einem ersten Schritt mit dem Abbruch des alten Schulhauses beginnen. Mit den Umbauarbeiten und den energetischen Sanierungsarbeiten soll im Sommer 2015 die erste Etappe abgeschlossen werden. Die Hauptarbeiten sowie bereits der Bezug des Neubaus sind in einer zweiten Etappe im Herbst 2015 geplant. In der dritten und letzten Etappe im Frühling 2016 ist die Ausführung von Abschlussarbeiten vorgesehen, so dass alle Arbeiten bis im Sommer abgeschlossen sind.

Der Neubau soll als Elementbau in Holz realisiert werden. «Wir sehen darin den Vorteil, dass wir die einheimischen Rohstoffe nutzen und auch Handwerker aus Brunnadern und der näheren Umgebung berücksichtigen können», erläuterte Roth. Obwohl die bestehenden Gebäude teils über neuere, wärmetechnisch optimierte Bauteile verfügten, sei eine energetische Sanierung notwendig. Diese beinhalte eine zusätzliche Wärmedämmung sowie den Einbau neuer Fenster. Um den Energieverbrauch zu senken, sei zudem die Aufrüstung der bestehenden Holzschnitzelheizung mit einem technischen Speicher nötig. «Mit dieser Massnahme kann künftig voll auf die Ölheizung verzichtet werden», sagte Christian Roth.

Die Kosten von 3,1 Millionen Franken sollen mit jährlich 123 500 Franken, zuzüglich Zinsen, während 25 Jahren zulasten der laufenden Rechnung abgeschrieben werden.

80 Prozent des Strombedarfs

Der Umbau soll auch dazu genutzt werden, um auf den Schulhausdächern zur Südseite hin eine Photovoltaikanlage zu installieren. Rudolf Fässler, Inhaber der Energiefabrik AG Ebnat-Kappel, erläuterte, wie viel Strom eine solche Anlage produzieren könne. «Die für die Schulanlage vorgeschlagene Lösung würde pro Jahr den Stromverbrauch von etwa neun Haushaltungen oder 80 Prozent des jährlich verbrauchten Stroms der Schulanlage decken.» Zudem würde der Bund solche Anlagen während 20 Jahren mit einer Einspeise-Rückvergütung fördern. Ein Einwand aus dem Publikum, dass der Anlage nur zugestimmt werde könne, wenn der grösste Teil der Wertschöpfung unter Garantie in der Schweiz bleibe und nicht nach China gehe, konnte die Mehrheit in ihrem Entscheid nicht mehr umstimmen. Dies könne jedoch Teil der Bedingungen sein, wenn die Arbeiten diesen Sommer ausgeschrieben werden, regte Rudolf Fässler an.

Keine Gebietsanpassungen

Schulratspräsident Rudolf Mäder verzichtete auf die Verlesung des Amtsberichts. Dennoch informierte er über den Entscheid des Schulrates, welcher auf die Schwierigkeiten, mit der langfristigen Klassenplanung in Mogelsberg Bezug nimmt. «Obwohl die Schülerzahlen insgesamt relativ stabil bleiben, gibt es Verlagerungen zwischen den einzelnen Schuleinheiten.» Das bedeute auf das Schuljahr 2014/15 hin konkret, dass es in Mogelsberg für die dortigen Platzverhältnisse zu viele Schulkinder haben werde, in Brunnadern hingegen werde es zahlenmässig ein schwacher Jahrgang sein. «Der Schulrat hat entschieden, dass es für die Zuteilung zur Primarschule Mogelsberg keine Gebietsanpassungen gibt. Um in Spitzenzeiten zusätzlichen Raum zu schaffen, hat der Schulrat die sogenannte Schulcontainer-Lösung direkt neben dem Schulhaus gewählt», erläuterte Rudolf Mäder. Somit werde im betreffenden Schuljahr in Brunnadern eine Klasse weniger, in Mogelsberg eine zusätzliche Klasse geführt.

Nur kurz erläuterte er die Rechnung 2013, das Budget sowie die Investitionsrechnung 2014. So begründete er den guten Rechnungsabschluss vor allem mit höheren Erträgen aus Krankentaggeldern, Kinderzulagen und aus der Erwerbsersatzordnung. Das Budget liege rund drei Prozent unter dem des Vorjahres.

Die Investitionsrechnung sieht unter anderem 116 000 Franken für EDV-Anschaffungen vor. Zudem ist eine Million Franken des Kredits für die erste Etappe der Sanierungsarbeiten am Schulhaus Brunnadern budgetiert.


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