Shorthander leitet Niederlage ein

HC THURGAU ⋅ Nach zuletzt drei Heimsiegen in Serie muss der HC Thurgau erstmals wieder als Verlierer vom Eis. Das Team von Headcoach Stephan Mair unterliegt dem Tabellenvorletzten EVZ Academy unerwartet mit 2:3.
14. November 2017, 23:42
Markus Rutishauser
Nach zehntägiger Nationalmannschaftspause verpasste es der HC Thurgau, sich mit einem Heimsieg gegen die EVZ Academy weiter vom Strich abzusetzen. Einer der Gründe für die überraschende 2:3-Niederlage war das ungenügende Powerplay der Gastgeber. Bereits am Freitag haben sie zu Hause gegen Winterthur die Chance zur Wiedergutmachung.

Die Thurgauer, bei denen der am Vortag verpflichtete Try-out-Verteidiger Sami El Assaoui seinen Einstand gab, bekundeten von Beginn weg Mühe mit dem Zuger Farmteam. Dazu kam, dass sie ein frühes Powerplay ohne Chance verstreichen liessen. Erst nach zehn Minuten übernahm der HCT das Spieldiktat. Der Führungstreffer von Topskorer Cam Braes in der 15. Minute war die logische Konsequenz. Die Zuger versteckten sich keineswegs, besassen im Startdrittel aber nur eine klare Chance, die Keeper Janick Schwendener vereitelte.


EVZ Academy gleicht in Unterzahl aus

Braes und Andri Spiller verpassten in der Startminute des Mitteldrittels innert weniger Sekunden das 2:0. Stattdessen setzten die Gäste wenig später die Thurgauer erstmals so richtig unter Druck und es brauchte mehrere Paraden von Schwendener, um den Ausgleich zu verhindern. In der folgenden 99-sekündigen doppelten Unterzahl stand der HCT-Goalie weniger im Mittelpunkt, weil Zug unpräzise agierte. Es war dies der Auftakt zu einer Strafenflut, ohne dass aber eines der Teams daraus hätte Profit schlagen können. Das Thurgauer 2:0 lag ebenso in der Luft wie der Zuger Ausgleich. In der Endphase des Drittels bot sich den Gastgebern eine weitere Überzahlchance. 17 Sekunden vor der Sirene entwischte aber Colin Schleiss der HCT-Abwehr und überwand Schwendener mit einem Shorthander zum 1:1. Kurz zuvor hatte El Assaoui Pech mit seinem Pfostenschuss.


Thurgauer Reaktion kommt zu spät

Das Niveau wurde im dritten Drittel nicht besser. Den Thurgauern gelang es nicht, Zug unter Druck zu setzen. Je länger die Partie dauerte, umso mehr glaubten die Gäste an einen Coup. Als Jérôme Lanz vergessen ging, stand es plötzlich 1:2 (48.). Statt des Ausgleichs sahen die Thurgauer Fans zwei Minuten später sogar das 1:3 durch Victor Oejdemark. Das war die Entscheidung. Thurgau schaffte in der Schlussminute in doppelter Überzahl nur noch das 2:3 durch Spiller.

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