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      <title>Schlagzeilen</title>
      <link>http://www.tagblatt.ch/</link>
      <description>St. Galler Tagblatt News</description>
      <language>de-DE</language>
      <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 15:33:03 +0100</pubDate>
      <lastBuildDate>Sat, 04 Feb 2012 15:33:03 +0100</lastBuildDate><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:56:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Eisklotz knackt Säntismast  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852736</link>
         <description><![CDATA[  SCHW&Auml;GALP. Ein zu Tal st&uuml;rzender Eisbrocken hat einen Masten der Stromversorgung zum S&auml;ntis schwer besch&auml;digt. Die Bergstation musste w&auml;hrend mehrerer Tage &uuml;ber Notstrom versorgt werden. Unbehelligt blieb der Bahnbetrieb.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Der Eisabbruch ereignete sich bereits am 23. Januar - nicht etwa in den vergangenen Tagen. Gem&auml;ss Auskunft von Bruno Vattioni, Leiter der S&auml;ntisbahnen, hatte sich w&auml;hrend der damaligen Westfront tonnenweise Eis an den Anlagen der S&auml;ntisbahn und den Masten der separaten Stromversorgung f&uuml;r die Bergstation gebildet. &laquo;Wir mussten die Anlagen der Bahn jeden Morgen von einer 10 bis 15 Zentimeter dicken Eisschicht befreien.&raquo;</p> <p>Der massive Eisabbruch vergangene Woche besch&auml;digte den mittleren Masten der Stromversorgung - die Versorgung f&uuml;r die Bergstation fiel aus, sie wurde seither mit deren eigenen Notstromaggregaten mit Energie beliefert.</p> <p>Die Reparaturarbeiten gestalteten sich als &auml;usserst schwierig. Erst mussten aufwendige Sicherungsarbeiten geleistet werden, das Material f&uuml;r die Reparatur wurde teilweise mit dem Heli herangeflogen. Doch die Reparatur ist gegl&uuml;ckt. Vattioni hofft, dass die Bergstation heute wieder ans Netz gehen kann.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852736</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:33:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Schweizer erstmals ohne Podestplatz  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852734</link>
         <description><![CDATA[  Erstmals in diesem Winter steht nach einer Weltcup-Abfahrt der M&auml;nner kein Schweizer auf dem Podest. Der Kanadier Jan Hudec gewinnt in Chamonix ebenso &uuml;berraschend wie &uuml;berlegen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p><i>(si)</i> Verkehrte Welt in Chamonix: Beat Feuz Vierter, Didier Cuche Sechster, daf&uuml;r gleich zwei Kanadier auf dem Podest. Jan Hudec, einer der weltbesten Gleiter, machte seinem Ruf auf der Piste &laquo;La Verte&raquo; alle Ehre. Der 30-J&auml;hrige aus dem Bundesstaat Alberta gewann die zweite Abfahrt &uuml;berlegen. Einen Tag, nachdem die Top 5 nur eine Skil&auml;nge auseinandergelegen hatten, distanzierte Hudec den zweitklassierten &Ouml;sterreicher Romed Baumann um satte 0,53 Sekunden.</p> <p>F&uuml;r Hudec war es der zweite Weltcupsieg der Karriere. Erstmals hatte er vor gut vier Jahren zu Hause in Lake Louise triumphiert. Zwischen den beiden Erfolgen lagen zwei Kreuzbandrisse. Abgerundet wurde der perfekte Tag f&uuml;r das kanadische Team durch den 3. Platz von Erik Guay. Der Weltmeister hatte das Podest tags zuvor noch um vier Hundertstel verpasst. Hudec war am Freitag Sechster geworden.</p> <p>Bester Schweizer war etwas &uuml;berraschend Beat Feuz. F&uuml;nf Tage, nachdem er sich einen Weisheitszahn ziehen lassen musste, und 24 Stunden nach dem entt&auml;uschenden 21. Rang trennten den Emmentaler 0,12 Sekunden von der R&uuml;ckkehr aufs Podest. Feuz klassierte sich unmittelbar vor Klaus Kr&ouml;ll und Didier Cuche, seinen Hauptrivalen im Kampf um den Abfahrts-Weltcup. Cuches Vorsprung auf Kr&ouml;ll schmolz auf 40 Punkte, Feuz liegt 119 Punkte hinter dem Neuenburger zur&uuml;ck.</p> <p>Marc Gisin egalisierte als Elfter sein bisher bestes Weltcup-Resultat, das er vor drei Wochen in Wengen erreicht hatte. Patrick K&uuml;ng f&auml;delte ein, was in der Abfahrt selten passiert. Der Glarner st&uuml;rzte, blieb nach ersten Ausk&uuml;nften aber unverletzt.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852734</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:31:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Zehntausende für und gegen Putin  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852723</link>
         <description><![CDATA[  Zehntausende von Menschen haben im Zentrum Moskaus gegen den russischen Ministerpr&auml;sidenten Wladimir Putin demonstriert. Anh&auml;nger Putins versammelten sich am anderen Ende der Stadt, um ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Regierungschef zu bekunden.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/dpa/dapd)</p> <p>Bei zwei Grossdemonstrationen in Moskau haben Gegner und Anh&auml;nger von Regierungschef Wladimir Putin jeweils zehntausende Menschen auf die Strasse gebracht. nach unterschiedlichen Quellen mobilisierten beide Seiten bis zu 100'000 Menschen.</p> <p>Die Polizei sprach von insgesamt mehr als 130'000 Demonstranten bei den gr&ouml;ssten Aktionen seit etwa 20 Jahren. Genau einen Monat vor der Pr&auml;sidentenwahl am 4. M&auml;rz forderte die Opposition eine ehrliche Abstimmung und mehr politische Freiheiten.</p> <h4>&laquo;Putin ist super!&raquo;</h4> <p>Bei einer Gegenkundgebung von Anh&auml;ngern Putins protestierten vor allem Besch&auml;ftigte von Staatsunternehmen sowie Lehrer gegen die Gefahr einer Revolution. &laquo;Putin ist super!&raquo; und &laquo;Chaos - nein, Putin - ja!&raquo; war auf Transparenten zu lesen. Die Temperatur lag bei knapp minus 20 Grad Celsius.</p> <p>Das Innenministerium sprach von 100'000 Teilnehmern allein bei der Pro-Putin-Aktion. Die Zahl der Demonstranten bei der Oppositionskundgebung gaben die Beh&ouml;rden dagegen mit 34'000 an.</p> <p>Das seien noch mehr Regierungsgegner gewesen als bei den vorherigen Oppositionsprotesten am 10. und 24. Dezember. Die Organisatoren der oppositionellen Demonstration sprachen aber von mindestens 100'000 Teilnehmern. Die Regierungskritiker trugen bei ihrer Demonstration erneut weisse B&auml;nder als Zeichen ihrer Protestbewegung.</p> <h4>Erster Protestzug durch Moskaus Zentrum</h4> <p>Die Beh&ouml;rden hatten erstmals einen Protestzug der Opposition mit angemeldeten 50'000 Demonstranten durch das Zentrum zugelassen. Bisher bewilligten sie lediglich 30'000. Putins Gegner f&uuml;rchten, dass der Regierungschef bei einer gef&auml;lschten Wahl zum dritten Mal in den Kreml einzieht. Er war bereits von 2000 bis 2008 Pr&auml;sident.</p> <p>In der Hauptstadt waren 9000 Sicherheitskr&auml;fte im Einsatz. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete aus zahlreichen St&auml;dten Kundgebungen mit insgesamt mehreren tausend Teilnehmern. Ausl&ouml;ser der Proteste waren Hinweise auf Wahlbetrug zugunsten von Putins Partei bei der Parlamentswahl im Dezember.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852723</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 12:01:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Nadja Kamer nur von Lindsey Vonn bezwungen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852719</link>
         <description><![CDATA[  Nadja Kamer gl&auml;nzt in der Weltcup-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen mit dem 2. Platz hinter Lindsey Vonn. Die Amerikanerin feiert den 50. Weltcupsieg ihrer Karriere, die ins Schweizer Team integrierte Liechtensteinerin Tina Weirather wird wie bereits in St. Moritz Dritte.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p><i>(si)</i> Wer h&auml;tte das gedacht? Im Schweizer Speed-Team f&auml;llt Fahrerin um Fahrerin verletzt aus - und dann springt mit Nadja Kamer eine in die Bresche, die selber eben erst von einer Verletzung zur&uuml;ckgekehrt ist.</p> <p>Die 25-j&auml;hrige Schwyzerin startete erst Mitte Januar und nach zehnmonatiger Pause in den Weltcup-Winter. Kamer hatte im Oktober beim Volleyball eine Knieverletzung erlitten. Bei einem arthroskopischen Eingriff musste ein grosser Teil des Meniskus entfernt werden. Am gleichen Knie hatte sich Kamer schon im Juni verletzt und deshalb mehrere Wochen pausieren m&uuml;ssen. Die vergangene Saison hatte f&uuml;r sie nach einem schlimmen Sturz in der Abfahrt in Are ein abruptes Ende genommen.</p> <p>Und nun schaffte es Nadja Kamer zum vierten Mal in ihrer Weltcup-Karriere auf das Podest. Zweite war sie im Januar und Dezember 2010 schon in Haus im Ennstal und Val d'Is&egrave;re geworden, Dritte im Januar 2010 in Cortina d'Ampezzo (jeweils in der Abfahrt). Die R&uuml;ckkehr unter die ersten drei gelang Kamer schon in der dritten Abfahrt nach dem Comeback, nach einem 36. Rang zum Einstieg in Cortina und einem 12. vor Wochenfrist in St. Moritz.</p> <p>Kamer bewahrte das Schweizer Rumpfteam vor einer Schlappe. Lara Gut und Fr&auml;nzi Aufdenblatten konnten sich nicht unter den ersten 15 respektive 25 klassieren. Eine weitere Glanzleistung gelang daf&uuml;r Tina Weirather. Die ins Schweizer Team integrierte Liechtensteinerin belegte wie schon in St. Moritz den 3. Platz und festigte damit ihren 2. Platz in der Abfahrts-Wertung.</p> <p>Eine Klasse f&uuml;r sich war Lindsey Vonn, auch wenn der Vorsprung auf die erste Verfolgerin mit 0,41 Sekunden um eine Sekunde geringer ausfiel als zuletzt im Oberengadin. Vonn feierte auf der letztj&auml;hrigen WM-Piste den 50. Weltcupsieg ihrer Karriere. Damit steht sie auf einer Stufe mit dem legend&auml;ren Italiener Alberto Tomba. Auch in Bezug auf die K&ouml;nigsdisziplin war der j&uuml;ngste Erfolg der Uners&auml;ttlichen ein Jubil&auml;um. Mit 25 Siegen ist Vonn in der Abfahrt nun die alleinige Nummer 2 hinter Rekordhalterin Annemarie Moser-Pr&ouml;ll (36).</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852719</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 01:08:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Auf mein Kopftuch werde ich nicht verzichten»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852702</link>
         <description><![CDATA[  ROMANSHORN. Hilal Karasu steht zu ihrem Kopftuch. Auch wenn es ihr die Einb&uuml;rgerung verwehren sollte, will sie es weiter- tragen. &laquo;Es geh&ouml;rt zu mir&raquo;, sagt sie. Probleme hat es ihr bislang noch nie bereitet.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Acht Tage sind vergangen, seit die Thurgauer Zeitung &uuml;ber Hilal Karasu und ihr missgl&uuml;cktes Einb&uuml;rgerungsgespr&auml;ch berichtet hat. Inzwischen konnte sich auch die Einb&uuml;rgerungskommission in der Person von Ernst Z&uuml;llig erkl&auml;ren. Dieser bem&auml;ngelte vor allem ihre soziale Integration: &laquo;Mit ihrem Auftreten ist es nicht einfach, eine Lehrstelle zu finden.&raquo; Und zu ihrem Auftreten geh&ouml;re halt auch das Kopftuch. Hilal Karasu macht diese Aussage traurig. &laquo;Die Schweiz nennt sich ja ein freies Land. Dann sollte sie auch Kopft&uuml;cher akzeptieren.&raquo;</p> <h4>Karasus Haltung naiv?</h4> <p>Karasu glaubt nicht, dass ihre Religion ein Hindernis bei der Lehrstellensuche ist. &laquo;Ich rufe immer an, bevor ich eine Bewerbung abschicke, und frage nach. Nur eine Firma sagte mir, das Kopftuch sei ein Problem.&raquo; Online auf sagt ein Leser, diese Haltung sei naiv. &laquo;Kein Personalchef w&uuml;rde das Kopftuch als Absagegrund auff&uuml;hren. Die rechtlichen Konsequenzen w&auml;ren voraussehbar.&raquo; Die 17-J&auml;hrige betont jedoch, dass sie noch nie angefeindet wurde wegen des Kopftuches. &laquo;Ich hatte bisher noch nie Probleme.&raquo;</p> <p>Karasu hat die Lehrstellensuche inzwischen auf Eis gelegt. Sie bereitet sich momentan auf die Aufnahmepr&uuml;fungen an die Fachmittelschule vor. Diese stehen in einem Monat an. Ihren urspr&uuml;nglichen Berufswunsch Chemielaborantin musste sie begraben - wegen einer Allergie. &laquo;Jetzt m&ouml;chte ich Zeichnerin werden mit Fachbereich Hoch- und Tiefbau.&raquo;</p> <h4>Brief eines Islamophoben</h4> <p>Viele Reaktionen auf ihren Gang an die &Ouml;ffentlichkeit hat die Romanshornerin bisher nicht erhalten. Am Samstag bekam sie einen Brief, dem etliche Zeitungsausschnitte beigelegt waren, die den Islam schlecht machen. Den gleichen Brief erhielt auch die Redaktion der Thurgauer Zeitung. Der Brief enthielt keinen Absender. Viele Berichte stammen von der antiislamistischen Website &laquo;akteislam.de - f&uuml;r Europa, gegen Eurabien&raquo;.</p> <p>Weit erfreulicher war da die Zuschrift einer islamischen Vereinigung in der Schweiz, die der Familie Karasu Unterst&uuml;tzung zusagte.</p> <h4>Eher auf Pass verzichten</h4> <p>Und diese Unterst&uuml;tzung k&ouml;nnen Karasus gut gebrauchen. Denn ihnen steht ein langwieriger Rechtsprozess bevor. Als n&auml;chste Instanz wird das Bundesamt f&uuml;r Migration ihren Entscheid &uuml;ber das Einb&uuml;rgerungsgesuch f&auml;llen und entscheiden, ob Hilal zumindest die eidgen&ouml;ssische Einb&uuml;rgerungsbewilligung erh&auml;lt. Sollte sie diese erhalten, geht der Fall zur&uuml;ck an die Einb&uuml;rgerungskommission Romanshorn. F&uuml;r die T&uuml;rkin ist klar: &laquo;Auf mein Kopftuch werde ich nicht verzichten. Das geh&ouml;rt zu mir, und ich finde es etwas Sch&ouml;nes.&raquo; Eher verzichte sie auf den Schweizer Pass.</p> <p>meinung 2 thurgau lokal 45</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852702</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 11:20:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Pierin Vinenz: «Eine der saubersten Banken»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852701</link>
         <description><![CDATA[  W&auml;hrend die Bank Wegelin in den USA angeklagt wird, f&uuml;hlt sich Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz mit der &Uuml;bernahme des Nicht-US-Gesch&auml;fts von Wegelin auf der sicheren Seite. Kundenbeziehungen mit ausl&auml;ndischen Steuerfl&uuml;chtigen w&uuml;rden konsequent gekappt.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><h4>Herr Vincenz, die US-Justiz klagt die Bank Wegelin wegen Verschw&ouml;rung an. F&uuml;hlen Sie sich mit der &Uuml;bernahme der Notenstein Privatbank, also des Nicht-US-Gesch&auml;fts von Wegelin, nach wie vor wohl?</h4> <p>Pierin Vincenz: Ja, das tue ich. Die Anklage betrifft die Bank Wegelin und nicht uns. Sie war zu erwarten und auch der Grund f&uuml;r die Ausgliederung des Nicht-US-Gesch&auml;fts in Notenstein und deren Transaktion an Raiffeisen.</p> <h4>Welche Reaktionen haben Sie von Kunden und von Mitarbeitenden auf den Erwerb der Notenstein?</h4> <p>Vincenz: Grunds&auml;tzlich meist positive. Die Menschen sehen, dass es notwendig ist zu helfen, 700 Arbeitspl&auml;tze in eine sichere Zukunft zu f&uuml;hren und Verantwortung zu tragen f&uuml;r den Finanzplatz Schweiz. Das sind gewichtige Argumente. Zudem ist es eine Ostschweizer L&ouml;sung. Auch das z&auml;hlt viel in unserer Region.</p> <h4>Genossenschafter haben gegen&uuml;ber ihrer Raiffeisenbank eine Nachschusspflicht von maximal 8000 Franken. Manch einer &auml;ussert Besorgnis &uuml;ber eine allf&auml;llige Haftung seinerseits. Was antworten Sie?</h4> <p>Vincenz: Die Genossenschafter k&ouml;nnen unbesorgt sein. Notenstein ist eine Aktiengesellschaft, die zu 100 Prozent Raiffeisen Schweiz geh&ouml;rt. Das ist wie bei unseren anderen Beteiligungen. Mit den Genossenschaftern und auch den Genossenschaften, also den 328 selbst&auml;ndigen Raiffeisenbanken, hat das nichts zu tun.</p> <h4>Einzelne Genossenschaften &auml;ussern Kritik, dass die Notenstein ohne vorherige Debatte erworben wurde.</h4> <p>Vincenz: Diskussionen und Kritik &uuml;ben ist eine St&auml;rke von Raiffeisen. In diesem Fall aber musste die Transaktion schnell umgesetzt werden, und die Gespr&auml;che erforderten ein hohes Mass an Vertraulichkeit und Diskretion. Wir werden uns nun aber der Diskussion stellen und aktiv kommunizieren. Im &uuml;brigen passt der Erwerb der Notenstein in unsere bekannte Strategie, Raiffeisens Ertragsquellen zu diversifizieren und neue Kompetenzen aufzubauen.</p> <h4>Was l&auml;sst sich &uuml;ber den Kaufpreis sagen?</h4> <p>Vincenz: Wir haben einen Marktpreis bezahlt. Punkt.</p> <h4>Mit Adrian K&uuml;nzi leitet ein fr&uuml;herer unbeschr&auml;nkt haftender Wegelin-Teilhaber die Notenstein. Experten wie der Berner Wirtschaftsprofessor Peter V. Kunz halten das f&uuml;r ein Risiko, weil es einen Angriffspunkt f&uuml;r die US-Justiz bieten k&ouml;nnte.</h4> <p>Vincenz: Wir haben das genau analysiert. Adrian K&uuml;nzi war ins US-Gesch&auml;ft von Wegelin in keiner Weise involviert. Er ist von der Steueraff&auml;re nicht betroffen. Mit K&uuml;nzi erhalten wir Know-how und stellen sicher, dass die Unternehmenskultur bestehen bleibt.</p> <h4>Aber K&uuml;nzi muss vom heiklen US-Gesch&auml;ft gewusst haben. Das macht ihn zum Mitwisser.</h4> <p>Vincenz: Wenn man jeden, der von einem Gesch&auml;ft etwas weiss, f&uuml;r dessen Folgen verantwortlich machen will, k&ouml;nnten Sie gar keine Gesch&auml;fte mehr machen.</p> <h4>Wie k&ouml;nnen Sie sicher sein, dass Notenstein und Raiffeisen nicht doch noch ins Visier der US-Justiz geraten k&ouml;nnten?</h4> <p>Vincenz: Auch das haben wir genau analysiert, mit Schweizer und mit US-Anw&auml;lten. Das war auch eine Auflage der Finanzmarktaufsicht Finma, die gesagt hat: Der Erwerb der Notenstein darf weder f&uuml;r Raiffeisen noch f&uuml;r den Finanzplatz Schweiz mit zus&auml;tzlichen Risiken behaftet sein.</p> <h4>Wer garantiert, dass Notenstein total frei ist von US-Gesch&auml;ft?</h4> <p>Vincenz: Eine 100-Prozent-Garantie gibt es nicht. Sollte Notenstein tats&auml;chlich noch Kunden mit US-Bezug zutage f&ouml;rdern, werden diese umgehend zur Bank Wegelin transferiert. Das ist vertraglich so festgeschrieben.</p> <h4>F&uuml;r den Fall der F&auml;lle - Angriff der US-Justiz: Hat Raiffeisen einen Plan B in der Hinterhand?</h4> <p>Vincenz: Obwohl im Gesch&auml;ftsleben immer ein Restrisiko bleibt: In diesem Fall ist ein Plan B nicht notwendig. Die Notenstein Privatbank startet als eine der saubersten Banken in der Schweiz.</p> <h4>Mit 30 Prozent Kunden aus dem europ&auml;ischen Ausland. Da k&ouml;nnten mutmasslich auch einige Steuerfl&uuml;chtige darunter sein.</h4> <p>Vincenz: Wir gehen nicht davon aus, dass das im grossen Stil so ist. Wir werden aber alle Kundenbeziehungen durchleuchten. Von jenen, die dem schweizerischen oder ausl&auml;ndischem Recht widersprechen, werden wir uns trennen.</p> <h4>Sie fahren eine kompromisslose Weissgeldstrategie?</h4> <p>Vincenz: Auf internationaler Ebene lautet unsere Strategie ganz klar, nur mit versteuertem Geld zu arbeiten. Das ist generell ein Thema f&uuml;r den Finanzplatz Schweiz, wie die Bem&uuml;hungen um eine Abgeltungssteuer etwa mit Deutschland zeigen. Ich glaube aber, die schrittweise Politik mit einzelnen L&auml;ndern geht nicht auf. Das Pendel schl&auml;gt in Richtung automatischer Informationsaustausch.</p> <h4>Und wie halten Sie es mit dem inl&auml;ndischen Gesch&auml;ft?</h4> <p>Vincenz: Bei Kunden mit Domizil Schweiz ist die Frage, inwieweit wir das Bankkundengeheimnis aufrechterhalten wollen. Ich finde, wir sollten restriktiv sein und die Privatsph&auml;re so gut wie m&ouml;glich sch&uuml;tzen. Wobei: Schwerwiegende Steuerhinterziehung d&uuml;rfte wohl in Zukunft ebenso strafrechtlich geahndet werden wie heute schon Steuerbetrug.</p> <h4>Notenstein preist sich als &laquo;die neue Privatbank der Schweiz&raquo; an. T&ouml;nt vollmundig f&uuml;r alten Wein in neuen Schl&auml;uchen.</h4> <p>Vincenz: Das sehe ich anders. Notenstein operiert unter einem neuen Eigent&uuml;mer, es herrscht Aufbruchstimmung in der Bank. Das Gesch&auml;ftsmodell gerade in der Schweiz, woher 70 Prozent der Kunden der Privatbank stammen, wird weiterentwickelt.</p> <h4>Notenstein-Kunden k&ouml;nnten abspringen, weil Raiffeisen der Glanz einer Bank Wegelin fehlt.</h4> <p>Vincenz: Gewisse Kundenverluste erleiden Sie bei jeder Hand&auml;nderung. Ich habe aber bereits mit Kunden in St. Gallen, Z&uuml;rich und Genf gesprochen. Die &uuml;berwiegende Mehrheit erachtet die Transaktion als eine absolut gute L&ouml;sung. Raiffeisen steht f&uuml;r Stabilit&auml;t, wir sind ein Schweizer Partner, und wir wollen das Gesch&auml;ft weiterentwickeln. F&uuml;r den Kunden heisst das mehr Sicherheit.</p> <h4>Mehr Sicherheit? Bei Wegelin hafteten &uuml;ber das Gesellschaftsverm&ouml;gen hinaus die Teilhaber mit ihrem Privatverm&ouml;gen.</h4> <p>Vincenz: Das stimmt. Aber die Substanz steckte vor allem im Unternehmen. Mit dem Privatverm&ouml;gen als zus&auml;tzlichem Haftungssubstrat kommen Sie nicht weit.</p> <h4>Inwieweit passen die betuchten Kunden von Notenstein zu den Sparern, Hypothekarschuldnern und Gewerblern von Raiffeisen?</h4> <p>Vincenz: Erstens f&uuml;hren wir Notenstein als selbst&auml;ndige Bank. Zweitens ist das Bild von den Kunden nicht ganz korrekt: Auch Raiffeisen betreut vermehrt verm&ouml;gende Kunden und solche, die im Laufe der Zeit zu Geld kommen. Umgekehrt betreut Notenstein keine Superreichen, sondern vorab mittelst&auml;ndische Anleger. Sie haben mit den neuen Strukturen wieder eine Perspektive.</p> <h4>Haben eine solche auch die Notenstein-Mitarbeitenden? Man h&ouml;rt von aggressiven Abwerbeversuchen etwa von Z&uuml;rcher Privatbanken.</h4> <p>Vincenz: Das Werben um Mitarbeitende ist eine selbstverst&auml;ndliche, normale Reaktion. Wir tun alles, um die Angestellten zu halten. Wir kommunizieren und zeigen ihnen eine langfristig gute Zukunft auf.</p> <h4>Geh&ouml;ren auch geldwerte Anreize dazu?</h4> <p>Vincenz: Wir schauen uns auch das Verg&uuml;tungsmodell an.</p> <h4>Wo sehen Sie Synergien zwischen Raiffeisen und Notenstein?</h4> <p>Vincenz: Mit Notenstein mindern wir unsere Abh&auml;ngigkeit vom traditionellen Zinsgesch&auml;ft. Es ist denkbar, dass Raiffeisen-Kunden dereinst auch Dienstleistungen von Notenstein beanspruchen. Bei volatilen B&ouml;rsen und mit zunehmendem Alter tendieren Anleger zudem dazu, mehr Cash zu halten. Solche Mittel von Notenstein-Kunden k&ouml;nnen k&uuml;nftig bei Raiffeisen beispielsweise zur Refinanzierung von Hypotheken verwendet werden.</p> <h4>Dieses Jahr diskutiert Raiffeisen Schweiz zusammen mit den einzelnen Banken die Strategie. Wo kommt es zu Anpassungen?</h4> <p>Vincenz: Punkto Befriedigung der Kundenbed&uuml;rfnisse steht die pers&ouml;nliche Beratung im Vordergrund. Da gibt es keine fundamentalen Ver&auml;nderungen. Aber: Wie gehen wir in der Organisation miteinander um? Wie wollen wir die Genossenschaft entwickeln? Wie gross soll eine Raiffeisenbank sein oder werden? Und was heisst Kundenn&auml;he in der Zukunft? Solche Fragen m&uuml;ssen wir diskutieren und beantworten.</p> <h4>Wie ist das Gesch&auml;ftsjahr 2011 verlaufen?</h4> <p>Vincenz: Wir sind zufrieden.</p> <h4>Heisst das, die selbst gesteckten Ziele wie ein Wachstum der Kundenausleihungen um 3 Prozent oder die Neubildung von Wertberichtigungen im Umfang von weniger als 0,2 Prozent der Ausleihungen wurden erreicht?</h4> <p>Vincenz: Sie k&ouml;nnen davon ausgehen, dass wir die Ziele grossmehrheitlich erreicht haben.</p> <p>Interview: Thomas Griesser Kym</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852701</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 09:22:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Der US-Steuerstreit verschärft sich  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852683</link>
         <description><![CDATA[  Mit der ersten Strafklage gegen eine Schweizer Bank hat die US-Justiz den Steuerstreit zumindest symbolisch eskalieren lassen. Offen ist, wie das US-Signal in der Schweizer Politik ankommt.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Hansueli Sch&ouml;chli</p> <p>Man k&ouml;nnte es fast als blosse Vollzugsmeldung sehen. Vergangene Woche hatte die Ostschweizer Privatbank Wegelin unter der Klagedrohung der US-Justiz den &Uuml;bertrag des Hauptteils ihres Gesch&auml;fts in die Raiffeisengruppe und damit faktisch den eigenen Untergang angek&uuml;ndigt. Nun klagen die USA Wegelin formell an. Weil nur noch die Altlasten des US-Gesch&auml;fts in der Bank verbleiben, ist der wirtschaftliche Schaden gering. Doch nach Einsch&auml;tzung von Bundesbeh&ouml;rden ist das politische Signal deutlich: Die US-Justiz lasse den Steuerstreit eskalieren, indem sie erstmals ihre Drohung einer Strafklage gegen eine Schweizer Bank wahr mache.</p> <h4>Ungeduldige Amerikaner</h4> <p>Aus Schweizer Sicht geh&ouml;rt es sich unter befreundeten Staaten nicht, dass w&auml;hrend Verhandlungen einer der Verhandlungspartner mit einer Klage gegen einen Verhandlungsgegenstand (betroffene Bank) aus der H&uuml;fte schiesst. Man kann aus dem H&uuml;ftschuss Unzufriedenheit und Ungeduld der US-Justiz herauslesen. Dabei mag die Verz&ouml;gerung der Schweizer Parlamentsdebatte &uuml;ber das neue Doppelbesteuerungsabkommen eine Rolle gespielt haben. Auch Verz&ouml;gerungen bei der Auslieferung von Unterlagen zum Gesch&auml;ftsgebaren von Banken &uuml;ber die gestellten Ultimaten hinaus (31. Dezember 2011 f&uuml;r drei Institute, 23. Januar 2012 f&uuml;r vier Banken) k&ouml;nnten Einfluss gehabt haben. Beh&ouml;rdenvertreter relativieren hier allerdings: In jenem Fall, in dem die Schweiz bisher solche Unterlagen an die USA geliefert habe (Credit Suisse), sei das massgebende Gesuch erst nach Ablauf des Ultimatums gekommen.</p> <p>Dass in den gelieferten Unterlagen die Namen der Kundenberater in den meisten F&auml;llen durch Nummern ersetzt wurden, war laut Verwaltungsangaben einerseits eine Art innenpolitischer Kompromiss (zwischen offener Lieferung und Nulllieferung), lag aber auch daran, dass eine vorgeschlagene Alternative (uncodierte Lieferung auch von Beraternamen, aber mit einem Verbot der Verwertung jener Namen f&uuml;r Strafrechtszwecke) von der US-Justiz abgelehnt worden sei.</p> <p>Beobachter vermuten nun jedenfalls, dass nach dem Schritt der Amerikaner &uuml;ber den Rubikon Strafklagen gegen weitere Schweizer Institute wahrscheinlicher geworden seien. Die Schweiz kann idealtypisch auf drei Arten reagieren. Sie weicht ihre Position noch st&auml;rker auf, um Klagen gegen weitere Banken abzuwenden (das US-Ziel). Oder sie tut das Gegenteil und sendet ihrerseits ein Signal, dass sie sich nicht alles bieten l&auml;sst. Oder die Schweiz ignoriert faktisch die Eskalation und versucht den Weg einer Verhandlungsl&ouml;sung wie bisher weiterzugehen.</p> <p>Wie Bundesrat und Parlament reagieren werden, ist noch offen. Kreise in der Verwaltung zeigen Sympathie f&uuml;r Signale der Standfestigkeit - namentlich aus dem Gedanken heraus, dass Grossm&auml;chte auf Schw&auml;che oft mit noch mehr Druck reagieren. Konkret sind aber die Diskussionen &uuml;ber m&ouml;gliche Signale - wie formelle Proteste, ein Bankenschutzschild oder ein Befehl zur Blockierung von Datenauslieferungen - noch nicht bis zur Spruchreife gediehen (NZZ 30. 1. und 31. 1. 12).</p> <div class="box"> <h3>Parteien sind sich nach wie vor uneins</h3> <p>fon. Auch nach den Von-Wattenwyl-Gespr&auml;chen am Freitag zwischen einer Regierungsdelegation und den Bundesratsparteien scheint man sich bez&uuml;glich der L&ouml;sung des Steuerstreites mit den USA nicht n&auml;hergekommen zu sein. Zwar ist die Landesregierung dem Vernehmen nach geschlossen aufgetreten. Doch bei den Parteien gehen die Ansichten &uuml;ber das weitere Vorgehen nach wie vor auseinander. So beharrt SP-Pr&auml;sident Christian Levrat weiterhin darauf, der Erg&auml;nzung des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) mit den USA nur zuzustimmen, sofern der Bundesrat ein Gesetz f&uuml;r eine Weissgeldstrategie vorlegt. Die Zeit daf&uuml;r sei vorhanden, meint er auf Anfrage. Die Vorlage m&uuml;sse nicht bereits im M&auml;rz im Nationalrat behandelt werden, da der Bundesrat das DBA ja erst ratifizieren wolle, wenn eine Globall&ouml;sung mit den USA erzielt worden sei. H&auml;lt die SP an dieser Position fest, wird es f&uuml;r die Erg&auml;nzung zum DBA schwierig, steht doch auch die SVP der Vorlage ablehnend gegen&uuml;ber. - Der Bundesrat stellte die j&uuml;ngste Entwicklung im Steuerstreit in einem Communiqu&eacute; etwas genauer dar als bisher. So machte Bundespr&auml;sidentin Eveline Widmer-Schlumpf klar, dass die &Uuml;bermittlung von Gesch&auml;ftsunterlagen eine Voraussetzung bilde, um mit den US-Justizbeh&ouml;rden Vergleichsverhandlungen zu f&uuml;hren und zu einer Gesamtl&ouml;sung zu gelangen. Laut Widmer-Schlumpf haben Banken bereits letztes Jahr Gesch&auml;ftsunterlagen, die nicht dem Bankgeheimnis unterliegen, in die USA geliefert. Weiter steht im Rahmen eines Aufsichts-Amtshilfeverfahrens eine Lieferung von rund 20 000 Seiten codierter Daten zur Debatte; die Decodierung soll Teil der Gesamtl&ouml;sung sein. Zudem gibt es das ordentliche Amtshilfeverfahren, in dem Kundendaten &uuml;bermittelt werden k&ouml;nnen. Laut Widmer-Schlumpf sieht die Schweiz eine beschleunigte Behandlung von Gesuchen vor, sobald die laufenden Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss gelangen und das neue DBA in Kraft ist.</p> </div> <h4>Nationalrat bald im Fokus</h4> <p>Ein m&ouml;gliches Signal w&auml;re auch ein Nein des Nationalrats in der M&auml;rzsession zur Erg&auml;nzung des Doppelbesteuerungsabkommens. Dies k&ouml;nnte laut Mutmassungen aus mehreren Departementen das Ende der laufenden Verhandlungen &uuml;ber eine Gesamtl&ouml;sung bedeuten. Ein m&ouml;gliches Szenario f&uuml;r diesen Fall: Die Banken verhandeln einzeln mit den USA und geraten durch US-Datenforderungen wie einst die UBS in Konflikt zwischen zwei Rechtssystemen. Existenzgef&auml;hrdende US-Strafklagen gegen diese Banken k&ouml;nnte die Schweiz dann allenfalls noch mit Notrecht oder einem neuen vom Parlament zu bewilligenden Staatsvertrag &agrave; la UBS abwenden - zum Preis eines lauten Signals an die Welt, dass die Schweiz unter Druck fast alles hergibt (was zum Beispiel viele EU-Staaten mit Interesse zur Kenntnis n&auml;hmen). Oder die Schweiz verzichtet auf Rettungsaktionen und riskiert den Untergang mehrerer Banken.</p> <p>So weit ist es noch nicht. Noch ist der Verhandlungsweg offen. In den kommenden Wochen sollen weitere Gespr&auml;che mit den US-Beh&ouml;rden eine bessere Beurteilung der Lage erlauben.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852683</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 08:33:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Neukirch bangt um Emily  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852672</link>
         <description><![CDATA[  NEUKIRCH-EGNACH. Emily, die vermisste H&uuml;ndin aus Neukirch, ist nach wie vor nicht aufgetaucht. Besitzer Felix St&auml;heli &uuml;ber r&uuml;hrende Reaktionen und Emilys &Uuml;berlebenschancen trotz eisiger K&auml;lte.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><h4>Herr St&auml;heli, welche Lebenszeichen gibt es von Emily?</h4> <p>Felix St&auml;heli: Seit einer Woche haben wir nichts mehr von ihr geh&ouml;rt.</p> <h4>Wann und wo wurde Ihre H&uuml;ndin denn zuletzt gesehen?</h4> <p>St&auml;heli: Am vorletzten Dienstag rief uns eine Frau aus dem Weiler Siebeneichen an. Sie meldete aufgrund des Zeitungsartikels, dass sie Emily mit einem Berner Sennenhund hatte spielen sehen.</p> <h4>Gab es weitere Reaktionen nach dem Bekanntwerden von Emilys Verschwinden?</h4> <p>St&auml;heli: Die Leute fragen immer wieder, ob sie mittlerweile zur&uuml;ckgekehrt sei - sie nehmen wirklich Anteil am Schicksal von Emily. Insbesondere einer Bekannten geht das Ganze sehr nahe - dabei wussten wir nicht einmal, dass sie eine Schw&auml;che f&uuml;r Hunde hat. Sie nimmt immer ein Halsband, eine Leine und Hundeguezli mit, wenn sie weggeht, f&uuml;r den Fall, dass ihr Emily &uuml;ber den Weg laufen sollte. Speziell war auch, dass uns Bekannte aus Sulgen eine Karte aus den Ferien im Wallis geschickt haben, um uns zu tr&ouml;sten. Sie schrieben, dass ihre Katze, die seit Ostern vermisst gewesen war, vor Weihnachten wieder aufgetaucht sei.</p> <h4>Halten sich die Tiersch&uuml;tzer mittlerweile zur&uuml;ck, die sich anfangs ungebeten in die Suche nach Ihrer H&uuml;ndin eingeschaltet hatten?</h4> <p>St&auml;heli: Soweit ich es mitbekommen habe schon. Sie haben uns auch nicht mehr kontaktiert.</p> <h4>Suchen Sie selbst nach wie vor t&auml;glich nach Emily?</h4> <p>St&auml;heli: Nein. Wir wissen auch nicht, wo wir suchen m&uuml;ssten - unsere Gemeinde ist gross. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.</p> <h4>Obwohl es mittlerweile eisig kalt geworden ist?</h4> <p>St&auml;heli: Ja. Wenn Emily irgendwo Unterschlupf gefunden hat, beispielsweise in einer Scheune, kann sie gut &uuml;berleben. Solche Hunde sind z&auml;h - Emily ist ja kein &uuml;berz&uuml;chteter Rassehund. Und wenn es wieder w&auml;rmer wird und mehr Leute unterwegs sind, n&auml;hert sie sich vielleicht langsam doch Spazierg&auml;ngern oder zumindest anderen Hunden, obwohl sie scheu ist. Wir sind &uuml;berzeugt: Die Zeit arbeitet f&uuml;r uns.</p> <p><em>Interview: Daniel Walt</em></p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852672</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 20:54:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Dämpfer für Hoffnung auf schnelle Griechenland-Einigung  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852676</link>
         <description><![CDATA[  Das Ringen um ein umfassendes Hilfspaket f&uuml;r Griechenland geht in eine weitere Verl&auml;ngerung. Ein bereits angek&uuml;ndigtes Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am Montag findet vorerst nicht statt, wie Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/Reuters)</p> <p>Die geplanten Beratungen seien nur sinnvoll, wenn die wesentlichen Elemente des neuen Griechenland-Programms vorl&auml;gen - und das sei noch nicht der Fall, sagte der Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Sch&auml;uble.</p> <h4>145 anstatt 130 Milliarden Euro</h4> <p>In EU-Kreisen hiess es, das zweite Paket der Euro-Partner und des IMF f&uuml;r Griechenland werde vermutlich mit 145 Mrd. Euro deutlich gr&ouml;sser sein m&uuml;ssen, als bisher mit 130 Mrd. Euro geplant. Eine gute Nachricht kam von Griechenland selbst: Das Etatdefizit des Staates k&ouml;nnte etwas geringer ausfallen als bisher erwartet.</p> <h4>Gespr&auml;che mit privaten Gl&auml;ubigern kurz vor Schluss</h4> <p>Seit Wochen wird auf zwei miteinander verschr&auml;nkten Ebenen um ein umfassendes Stabilisierungsprogramm f&uuml;r Griechenland gerungen. Sowohl die Gespr&auml;che mit den privaten Gl&auml;ubigern, in denen zuletzt ein Forderungsverzicht von &uuml;ber 70 Prozent diskutiert wurde, also auch die Pr&uuml;f-Mission der Troika aus EZB, EU-Kommission und IMF stehen nach Angaben der Beteiligten kurz vor der Schlussrunde.</p> <p>Allerdings gibt es offenbar noch wichtige offene Punkte. Dazu geh&ouml;rt die Frage, ob letztlich doch noch den &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubigern, wie der EZB, anderen Zentralbanken und Staaten, ein Beitrag zur Sanierung des Landes abverlangt wird.</p> <h4>Banken brauchen Kapital</h4> <p>Erst wenn die Gespr&auml;che mit den Banken erfolgreich abgeschlossen und die Troika grunds&auml;tzlich die Voraussetzungen f&uuml;r weitere Hilfen bejaht, k&ouml;nnen die Schlussarbeiten an dem Rettungspaket starten.</p> <p>Aus EU-Kreisen hiess es, den Euro-Partnern Griechenlands und dem IMF k&ouml;nnte ein Hilfsprogramm von bis zu 145 Mrd. Euro abverlangt werden, rund 15 Mrd. Euro mehr als bisher kalkuliert. Der Mehrbedarf ergebe sich im wesentlichen aus dem Rekapitalisierungsbedarf griechischer Banken.</p> <p>Im griechischen Finanzministerium hiess es, das Budget-Defizit des Staates f&uuml;r 2011 k&ouml;nnte mit 9,1 bis 9,4 Prozent der Wirtschaftsleistung etwas geringer ausfallen als bisher erwartet. Grund sei die Steuer auf Immobilienbesitz, die Griechenland zwei Milliarden Euro in die Kassen gesp&uuml;lt habe. Zuletzt war von einem Defizit von 9,5 Prozent die Rede gewesen.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852676</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Sat, 04 Feb 2012 08:38:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Mehr als 200 Tote in syrischer Stadt Homs  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2852674</link>
         <description><![CDATA[  In der syrischen Stadt Homs sind nach Angaben von Menschenrechtlern bei einer Offensive der Regierungstruppen mehr als 200 Menschen get&ouml;tet worden. Unter den Opfern sollen auch Frauen und Kinder sein.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/afp/Reuters/dapd)</p> <p>In der syrischen Stadt Homs haben Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten die bisher folgenschwerste Offensive gegen die Protestbewegung begonnen. Mindestens 217 Zivilisten wurden get&ouml;tet, als der Angriff am fr&uuml;hen Morgen mit massivem Beschuss begann.</p> <p>Allein im Viertel al-Chalidija h&auml;tten Sicherheitskr&auml;fte 138 Menschen durch M&ouml;rserfeuer get&ouml;tet, erkl&auml;rte die Syrische Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte in der Nacht. 79 Menschen seien in anderen Vierteln ums Leben gekommen. Gem&auml;ss den Angaben waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern.</p> <p>Die in London ans&auml;ssige Beobachtungsstelle rief die syrische Bev&ouml;lkerung &laquo;in allen Regionen&raquo; auf, angesichts des &laquo;Massakers&raquo; in Homs auf die Strasse zu gehen und sich gegen die F&uuml;hrung zu erheben.</p> <p>Bei der Offensive wurden zudem Hunderte von Menschen verletzt. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abderrahman, sagte, es habe ein &laquo;regelrechtes Massaker&raquo; stattgefunden. Er forderte eine &laquo;sofortige Intervention&raquo; der Arabischen Liga.</p> <p>Teilweise h&auml;tten die Sicherheitskr&auml;fte M&ouml;rser eingesetzt. Geb&auml;ude wurden zerst&ouml;rt und in Brand gesetzt, berichteten Aktivisten.</p> <p>Die arabischen Nachrichtensender al-Arabija und al-Jazira berichteten von &laquo;schweren K&auml;mpfen&raquo; zwischen Soldaten der regul&auml;ren Armee und Deserteuren. Sie zeigten Bilder von Dutzenden von Leichen am Boden.</p> <h4>Landesweite Demonstrationen</h4> <p>Landesweit hatte es am Freitag Demonstrationen in Erinnerung an das Massaker von Hama im Jahr 1982 gegeben, als Hafiz al-Asad, der Vater des jetzigen Pr&auml;sidenten, einen Aufstand der islamistischen Muslimbr&uuml;der brutal niederschlagen liess.</p> <p>Die Sicherheitskr&auml;fte schossen laut der Beobachtungsstelle auf viele Demonstrationsz&uuml;ge, etwa in der Hauptstadt Damaskus, wo Tausende von Menschen auf die Strasse gegangen seien. Demnach nahmen viele Syrer an Protesten in den Provinzen Damaskus, Daraa und Dael im S&uuml;den, Idleb im Nordwesten, Lattakia im Westen und Hama selbst teil.</p> <h4>Abstimmung angek&uuml;ndigt</h4> <p>Derweil k&uuml;ndigte ein Diplomat in New York an, dass der Uno-Sicherheitsrat am Morgen (9 Uhr Ortszeit, 15 Uhr MEZ) zusammenkommen werde, um &uuml;ber den j&uuml;ngsten Resolutionsentwurf zur Syrien-Krise abzustimmen.</p> <p>Den 15 Mitgliedern des Gremiums werde der zuletzt am Donnerstag &uuml;berarbeitete Text vorliegen, der Bedenken Russlands Rechnung tr&auml;gt, sagte der Diplomat am Freitag in New York.</p> <p>Noch vor der Abstimmung in New York will die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow zu einem Gespr&auml;ch am Rande der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz zusammenkommen.</p> <p>Zuvor hatte der russische Vize-Aussenminister Gennadi Gatilow laut der Nachrichtenagentur Interfax erneut den Resolutionsentwurf &laquo;in seiner jetzigen Form&raquo; abgelehnt. Die Zugest&auml;ndnisse reichten nicht aus, damit Moskau die Resolution mittragen k&ouml;nne.</p> <p>In dem neuen Resolutionstext wird nicht mehr explizit der R&uuml;cktritt des syrischen Pr&auml;sidenten Bashar al-Asad gefordert. Auch jeder Hinweis auf Sanktionen oder ein m&ouml;gliches Waffenembargo wurde als Zugest&auml;ndnis an Moskau gestrichen.</p> <p>In dem Entwurf steht aber, der Sicherheitsrat unterst&uuml;tze die &laquo;Entscheidung der Arabischen Liga vom 22. Januar&raquo;, mit der ein &laquo;von den Syrern selbst gestalteter politischer &Uuml;bergang&raquo; angestrebt wird.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2852674</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 22:46:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Stromausfälle wegen Kälte und Schnee  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851674</link>
         <description><![CDATA[  In den Gemeinden Hundwil, Stein, Urn&auml;sch, Waldstatt, B&uuml;tschwil und Ganterschwil ist am Freitag der Strom ausgefallen. Schuld an den Stromausf&auml;llen waren ein umgest&uuml;rzter Baum und die starke Bise, die eine Freileitung besch&auml;digte  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Im Appenzellerland war der &laquo;&Uuml;belt&auml;ter&raquo; ein Baum, der unter dem vielen Neuschnee zusammenbrach und die Stromleitung besch&auml;digte. Laut den St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerken (SAK) war die St&ouml;rungssuche auf der 20'000 Volt-Leitung schwierig. Zum Teil mussten die Kunden zwei Stunden lang ohne Strom auskommen.<br /> <br /> In den Gemeinden B&uuml;tschwil und Ganterschwil war die starke Bise f&uuml;r den Stromunterbruch verantwortlich. Sie besch&auml;digte gem&auml;ss Mitteilung der SAK einen Defekt an einer Freileitung, der wiederum zu einem Kurzschluss auf einer 20'000-Volt-Leitung f&uuml;hrte. (sda/sg)  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851674</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 20:54:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Dämpfer für Hoffnung auf schnelle Griechenland-Einigung  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851671</link>
         <description><![CDATA[  Das Ringen um ein umfassendes Hilfspaket f&uuml;r Griechenland geht in eine weitere Verl&auml;ngerung. Ein bereits angek&uuml;ndigtes Treffen der Finanzminister der Euro-Zone am Montag findet vorerst nicht statt, wie Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/Reuters)</p> <p>Die geplanten Beratungen seien nur sinnvoll, wenn die wesentlichen Elemente des neuen Griechenland-Programms vorl&auml;gen - und das sei noch nicht der Fall, sagte der Sprecher des deutschen Finanzministers Wolfgang Sch&auml;uble.</p> <h4>145 anstatt 130 Milliarden Euro</h4> <p>In EU-Kreisen hiess es, das zweite Paket der Euro-Partner und des IMF f&uuml;r Griechenland werde vermutlich mit 145 Mrd. Euro deutlich gr&ouml;sser sein m&uuml;ssen, als bisher mit 130 Mrd. Euro geplant. Eine gute Nachricht kam von Griechenland selbst: Das Etatdefizit des Staates k&ouml;nnte etwas geringer ausfallen als bisher erwartet.</p> <h4>Gespr&auml;che mit privaten Gl&auml;ubigern kurz vor Schluss</h4> <p>Seit Wochen wird auf zwei miteinander verschr&auml;nkten Ebenen um ein umfassendes Stabilisierungsprogramm f&uuml;r Griechenland gerungen. Sowohl die Gespr&auml;che mit den privaten Gl&auml;ubigern, in denen zuletzt ein Forderungsverzicht von &uuml;ber 70 Prozent diskutiert wurde, also auch die Pr&uuml;f-Mission der Troika aus EZB, EU-Kommission und IMF stehen nach Angaben der Beteiligten kurz vor der Schlussrunde.</p> <p>Allerdings gibt es offenbar noch wichtige offene Punkte. Dazu geh&ouml;rt die Frage, ob letztlich doch noch den &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubigern, wie der EZB, anderen Zentralbanken und Staaten, ein Beitrag zur Sanierung des Landes abverlangt wird.</p> <h4>Banken brauchen Kapital</h4> <p>Erst wenn die Gespr&auml;che mit den Banken erfolgreich abgeschlossen und die Troika grunds&auml;tzlich die Voraussetzungen f&uuml;r weitere Hilfen bejaht, k&ouml;nnen die Schlussarbeiten an dem Rettungspaket starten.</p> <p>Aus EU-Kreisen hiess es, den Euro-Partnern Griechenlands und dem IMF k&ouml;nnte ein Hilfsprogramm von bis zu 145 Mrd. Euro abverlangt werden, rund 15 Mrd. Euro mehr als bisher kalkuliert. Der Mehrbedarf ergebe sich im wesentlichen aus dem Rekapitalisierungsbedarf griechischer Banken.</p> <p>Im griechischen Finanzministerium hiess es, das Budget-Defizit des Staates f&uuml;r 2011 k&ouml;nnte mit 9,1 bis 9,4 Prozent der Wirtschaftsleistung etwas geringer ausfallen als bisher erwartet. Grund sei die Steuer auf Immobilienbesitz, die Griechenland zwei Milliarden Euro in die Kassen gesp&uuml;lt habe. Zuletzt war von einem Defizit von 9,5 Prozent die Rede gewesen.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851671</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:47:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Kachelmann löst Streit um sein Unternehmen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851607</link>
         <description><![CDATA[  GAIS. J&ouml;rg Kachelmann &uuml;bernimmt die Kontrolle &uuml;ber &laquo;seine&raquo; Meteomedia. Mit neuen Investoren und unter dem neuen Namen Meteomedia (Europa) AG mache die in Gais ans&auml;ssige Firma weiter wie bisher. Der Streit mit den Aktion&auml;ren sei beigelegt, teilte das Unternehmen mit.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br />Nachdem der Schweizer Wettermoderator J&ouml;rg Kachelmann im Fr&uuml;hling 2010 wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs festgenommen worden war, wollten ihn die Teilhaber aus &laquo;seiner&raquo; Meteomedia werfen. Nun hat der Schweizer Wetterfrosch die Kontrolle &uuml;ber das 1990 gegr&uuml;ndete Unternehmen wieder &uuml;bernommen.<br /> <br /> Dazu gr&uuml;ndete Kachelmann, der im Mai 2011 freigesprochen worden war, eine neue Firma mit dem Namen Meteomedia (Europa) AG. Kachelmann habe die Kontrollmehrheit, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Neuordnung sei f&uuml;r alle Seiten befriedigend.<br /> <br /> &laquo;S&auml;mtliche rechtlichen Auseinandersetzungen im bisherigen Aktionariat sind beigelegt&raquo;, sagte Martin Kurer gegen&uuml;ber der Nachrichtenagentur sda. Der Z&uuml;rcher Rechtsanwalt ist Investor und Verwaltungsrat der neuen Meteomedia AG und sass auch im Verwaltungsrat der Joerg Kachelmann Produktions AG, der bisherigen Holding der Meteomedia Gruppe.<br /> <br /> Meteomedia sucht neue Gesch&auml;ftsfelder. F&uuml;r die Expansion nach Asien hat Kachelmann die Meteomedia International mit Sitz in Hongkong gegr&uuml;ndet. Diese ist f&uuml;r den Wetterdienst im asiatischen Raum zust&auml;ndig, wie das Unternehmen schreibt. In den kommenden Monaten wolle man in den Philippinen Dutzende neuer Wetterstationen einrichten. (sda)  ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851607</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:34:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Cuche um vier Hundertstel geschlagen  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851589</link>
         <description><![CDATA[  Didier Cuche hat den dritten Abfahrtssieg in Folge um vier Hundertstel verpasst. Der Neuenburger belegt in Chamonix hinter dem &Ouml;sterreicher Klaus Kr&ouml;ll und dem Amerikaner Bode Miller den dritten Platz.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Der minimale R&uuml;ckstand von Cuche zeigt: Das Ersatzrennen f&uuml;r die im Dezember im Val Gardena abgebrochene Abfahrt hat Hochspannung gebracht. Kr&ouml;ll siegte mit dem Minimalvorsprung von einem Hundertstel, die ersten f&uuml;nf Fahrer liegen lediglich acht Hundertstel auseinander. Mit dem 31-j&auml;hrigen Kr&ouml;ll, dem 34-j&auml;hrigen Miller und dem 37-j&auml;hrigen Cuche stand eine geballte Ladung Routine auf dem Podium. Zusammen bringt es das Trio auf exakt 102 Lebensjahre.</p> <p>Cuche war bei der untersten Zwischenzeitnahme noch leicht schneller unterwegs gewesen als Kr&ouml;ll. Aus seinem dritten Abfahrtssieg in Serie nach den Erfolgen in Kitzb&uuml;hel und Garmisch-Partenkirchen wurde gleichwohl nichts. Noch deutlicher hatte Miller in F&uuml;hrung gelegen; der Amerikaner lag zwischenzeitlich &uuml;ber sechs Zehntelsekunden vor dem nachmaligen Sieger.</p> <p>Hinter Cuche klafft aus Schweizer Sicht ein weiteres Mal eine grosse L&uuml;cke. Patrick K&uuml;ng, Marc Gisin, Didier D&eacute;fago, Vitus L&uuml;&ouml;nd und Carlo Janka belegen geschlossen die Pl&auml;tze 14 bis 18. Beat Feuz, der im Vorjahr als Siebenter gleichenorts sein erstes Top-Ten-Ergebnis abgeliefert hatte, musste sich mit den 20. Rang bescheiden. Vitus L&uuml;&ouml;nd, der als Gesamt-Dritter des letztj&auml;hrigen Abfahrts-Europacups einen fixen Startplatz im Weltcup besitzt, realisierte als Sechzehnter sein mit Abstand bestes Ergebnis auf h&ouml;chster Stufe.</p> <p>Klaus Kr&ouml;ll gelang in Chamonix der erste Abfahrtssieg eines &Ouml;sterreichers in diesem Winter. Der Sprung des Steirers ganz an die Spitze war nur eine Frage der Zeit. Dreimal, in Beaver Creek, Bormio und in Kitzb&uuml;hel war Kr&ouml;ll in dieser Saison schon Dritter geworden. Mit seinem bisher vierten Weltcup-Sieg r&uuml;ckte er auch in der Disziplinen-Wertung dem f&uuml;hrenden Cuche wieder n&auml;her. Er liegt nun noch 40 Punkte hinter dem Romand.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851589</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:18:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Auch Erb verlangt einen vollen Freispruch  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851449</link>
         <description><![CDATA[  Am Freitag hat der letzte Verhandlungstag im Erb-Prozess begonnen. Glaubt man dem Angeklagten Rolf Erb, k&ouml;nnte der Konzern heute noch in bester Verfassung sein.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Felix Schindler, Winterthur</p> <p>Mit der K&ouml;rperhaltung eines Mannes, der eine grosse Last auf seinen Schultern zu tragen hat, wandte sich Rolf Erb am Freitag zum ersten Mal selbst ans Gericht. Am letzten Tag des Prozesses gegen seine Person forderte Erb mit br&uuml;chiger Stimme einen vollen Freispruch ohne jede Bedingungen.</p> <h4>Zweifel am Gutachten</h4> <p>Wie seine beiden Pflichtverteidiger argumentierte auch Erb, er habe in seinen Jahren als CEO der Erb-Gruppe &laquo;h&ouml;chst profitabel&raquo; gearbeitet. Alleine in den Jahren 1998 bis 2002 habe das Unternehmen 750 Millionen Franken verdient, aus Devisengewinnen seien dem Konzern weitere 774 Millionen zugeflossen.</p> <p>Diese Ertr&auml;ge alleine sind f&uuml;r Erb Grund genug, am Gutachten zu zweifeln, auf das sich die Anklage unter anderem auch die beruft. &laquo;Ich frage Sie, wie ist es m&ouml;glich, dass ein Konzern, der angeblich bereits ab 1996 &uuml;berschuldet war, in den kommen Jahren &uuml;ber 1,5 Mrd. Gewinn erwirtschaften kann. Da sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass an diesem Gutachten etwas nicht stimmt.&raquo;</p> <h4>&laquo;Wir konnten uns das Engagement an der CBB leisten&raquo;</h4> <p>Ausserdem erl&auml;uterte Erb seine Sicht des verh&auml;ngnisvollen Engagements an der CBB. Die marode deutsche Immobilienholding hatte die Erb-Gruppe insgesamt 1 Mrd. Franken gekostet und soll massgeblich zum Kollaps der Erb-Gruppe beigetragen haben. Aus Sicht der Erbs war die CBB indes &laquo;kein Fass ohne Boden&raquo;. Laut dem Angeklagten hatte die CBB 1996 ein Immobilienverm&ouml;gen von rund 3 Mrd. verwaltet und war ab 2002 dank dem Eintritt der CBB davor, die operative Gewinnschwelle zu erreichen.</p> <p>Trotzdem r&auml;umt er ein: &laquo;Die CBB war r&uuml;ckblickend sicher keine gl&uuml;ckliche Investition der Erbgruppe. Sie hat unsere Erwartungen mindestens kurzfristig nicht erf&uuml;llt.&raquo; Doch er widerspricht der Auffassung, dieses Engagement habe die Erb-Gruppe in den Abgrund gerissen, denn sie habe es sich leisten k&ouml;nnen.</p> <h4>Urteil wird in einigen Wochen erwartet</h4> <p>Im weiteren Verlauf kommt die Staatsanwaltschaft mit einer Replik auf das Pl&auml;doyer der Verteidigung zu Wort. Die Staatsanwaltschaft wirft Erb gewebsm&auml;ssigen Betrug, Urkundenf&auml;lschung und Gl&auml;ubigersch&auml;digung vor. Es geht insbesondere um die Frage, ob Erb Jahresabschl&uuml;sse manipuliert hat, um den Zustand des Unternehmens zu besch&ouml;nigen und ob er den Gl&auml;ubigern Verm&ouml;genswerte entzogen hatte, indem er sie seinen damals 1-j&auml;hrigen Zwillingen &uuml;berschrieben hatte.</p> <p>Das Urteil wird in einigen Wochen erwartet.</p> <div class="box"> <h3>Das Erb-Imperium</h3> <p>Die Familiensaga der Erbs beginnt 1920 Jahren im Winterthurer Stadtteil T&ouml;ss, wo Hugo Erb sen. eine Reparaturwerkstatt f&uuml;r Autos er&ouml;ffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg baute sein Sohn Hugo Erb jun. den kleinen Handwerksbetrieb zu einem prosperierenden Autohandel aus. In den 1960er und 1970er &uuml;bernimmt er zahlreiche Marken und Vertretungen, der Betrieb expandiert von Winterthur aus in alle Landesteile. Er erkennt als einer der ersten das riesige Potenzial der asiatischen Automarken Mitsubishi, Suzuki und Hyundai.</p> <p>Bis zum Ende der 1990er Jahre kaufte Erb Immobilien, Industrieunternehmen, eine Bank. Schliesslich investiert er in Finanzdienstleistungen und betreibt riskante Devisengesch&auml;fte im grossen Stil. Als besonders fatale Entscheidung erwies sich die Investition in die marode deutsche Immobiliengesellschaft CBB. Die Erbs hatten eine sogenannte Patronatserkl&auml;rung unterzeichnet, die sie dazu verpflichtet hatte, f&uuml;r s&auml;mtliche Ausst&auml;nde der Gesellschaft aufzukommen - &uuml;ber eine Milliarde Franken flossen so nach Deutschland.</p> <p>Als Hugo Erb im Juli 2003 im Alter von 85 Jahren seinem Krebsleiden erliegt, gibt es keine richtige Nachfolgeregelung. Seine beiden S&ouml;hne sind damals zwar als CEO und Co-CEO im Unternehmen - doch es ist bis heute umstritten, wie viel Einblick sie in den Gesch&auml;ftsgang hatten.</p> <p>Das Imperium st&uuml;rzt wenige Monate nach Erbs Tod wie ein Kartenhaus zusammen - das abrupte Ende einer in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte einzigartigen Erfolgsgeschichte.</p> </div>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851449</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:53:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Bank Wegelin von den USA angeklagt  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851359</link>
         <description><![CDATA[  Die amerikanische Justiz greift erstmals in der Auseinandersetzung mit der Schweiz zum sch&auml;rfsten Mittel gegen eine Bank: Sie klagt die St. Galler Privatbank Wegelin an. Sie habe sich zusammen mit amerikanischen Klienten "verschw&ouml;rt", indem sie diesen in den Jahren 2002 bis 2011 geholfen habe, Geld vor der US-Steuerbeh&ouml;rde IRS zu verstecken.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Christoph Eisenring, Washington</p> <p>Eine Anklage in den USA gegen eine Bank kann existenzgef&auml;hrdend sein, weil dadurch zum einen das Vertrauen der Kunden und Mitarbeiter ersch&uuml;ttert wird, zum anderen andere Banken den Gesch&auml;ftsverkehr mit ihr einstellen k&ouml;nnten, um nicht selbst ins Visier der Justiz zu geraten.</p> <p>Bei der Bank Wegelin hatte im Januar bereits die Drohung mit einer Anklage gen&uuml;gt, um sie zu destabilisieren. So hatten die Teilhaber der Bank, darunter Konrad Hummler, der auch Verwaltungsratspr&auml;sident der NZZ ist, den gr&ouml;ssten Teil des Instituts an die Raiffeisen-Gruppe verkauft, wo das Gesch&auml;ft nun unter der Notenstein Privatbank AG firmiert. Die Restanzen aus dem US-Gesch&auml;ft und vor allem die rechtlichen Risiken daraus, verblieben dagegen bei den bisherigen Eigent&uuml;mern. Keiner der Teilhaber ist bisher angeklagt worden.</p> <p>Ob der Verkauf die Klage sogar "erleichtert" hat, ist schwer zu sagen. Jedenfalls musste sich die amerikanische Justiz nach dem Verkauf des Grossteils an Raiffeisen keine Gedanken mehr &uuml;ber allf&auml;llige "Kollateralsch&auml;den" machen, also Auswirkungen einer Anklage auf Kunden, Mitarbeiter oder sogar das Bankensystem. Allerdings stehen hier ohnehin allf&auml;llige Sch&auml;den f&uuml;r den US-Markt im Vordergrund, auf dem Wegelin nicht pr&auml;sent ist. Der Verkauf an die Raiffeisen wird in der Anklage nicht erw&auml;hnt.</p> <p>Der zust&auml;ndige Staatsanwalt des s&uuml;dlichen Bezirks von New York, Preet Bharara, sagte laut einer Mitteilung, Wegelin habe amerikanischen Steuers&uuml;ndern geholfen oder sie dazu angestiftet, Steuergesetze zu verletzen. Die Bank habe sich selbst dann nicht von ihrem Tun abschrecken lassen, als 2008 Ermittlungen gegen die UBS bekannt geworden waren. Sie habe diese "glasklare Warnung" ignoriert.</p> <p>Die US-Justiz f&uuml;hrt in der Anklage an, die Bank habe mit der Zustimmung der Teilhaber den Umstand nutzen wollen, dass viele amerikanische UBS-Kunden mit undeklarierten Konti 2008 die Grossbank verliessen oder verlassen mussten. Rund 70 Kunden habe Wegelin so abgeworben. Von diesen habe sich die Privatbank besonders hohe Ertr&auml;ge versprochen, weil diese Kunden kaum noch Alternativen gehabt h&auml;tten, heisst es in der Anklage. Die Bank habe 2005 undeklarierte Verm&ouml;gen von Amerikanern &uuml;ber rund 240 Mio. $ verwaltet. Diese Summe sei bis 2010 auf 1,2 Mrd. $ gestiegen. Die gesamthaft von Wegelin verwalteten Verm&ouml;gen betrugen rund 25 Mrd. $, womit die 1,2 Mrd. $ weniger als 5% entsprachen.</p> <p>Die Vorw&uuml;rfe an die Bank sind praktisch identisch mit denjenigen, die bereits Anfang Januar in der Klage gegen drei Mitarbeiter von Wegelin erhoben wurden. Damals wurden F&auml;lle mit Kunden A bis W geschildert, denen die Banker geholfen haben sollen, Geld am amerikanischen Fiskus vorbei zu schleusen. In der j&uuml;ngsten Anklageschrift kommen zehn weitere Kunden dazu. Zum einen sind es Kunden, die von unabh&auml;ngigen Verm&ouml;gensverwaltern betreut wurden. Dabei sollen diese Konti im Computersystem von Wegelin so kodiert gewesen sein, dass sofort ersichtlich war, dass es sich um unversteuerte Gelder handelt. Zum anderen werden neu Kunden aufgef&uuml;hrt, f&uuml;r die Wegelin &uuml;ber ihr Konto bei der UBS in den USA Geld transferiert hatte.</p> <p>In der Anklage wird der Fall eines Kunden geschildert, der sowohl deklarierte als auch ein undeklariertes Konto bei Wegelin hatte. Von einem der deklarierten Konti sollen nun diesem Kunden 16 000 $ aus der Schweiz auf ein Konto in den USA &uuml;berwiesen worden sein. Dieses Geld hob der Klient ab und brachte es nach Manhattan, wo er sich mit einem der angeklagten Banker zum Mittagessen traf. W&auml;hrend des Mittagessens habe sich der Banker kurz entschuldigt und in einer anderen Ecke des Restaurants einen zweiten Kunden getroffen, der ebenfalls ein nicht versteuertes Konto bei Wegelin unterhalten habe. Diesem habe er die 16 000 $ in bar &uuml;bergeben. Anschliessend seien dem ersten Kunden die 16 000 $ auf dem undeklarierten Wegelin-Konto in der Schweiz wieder gutgeschrieben worden. Mit dieser Technik habe man Geld verschieben wollen, ohne Spuren zu hinterlassen.</p> <p>Wegelin hatte keine Filialen ausserhalb der Schweiz. Um trotzdem Zugang zum amerikanischen Finanzmarkt und den dortigen Kunden zu haben, unterhielt die Privatbank bei der UBS in den USA ein Konto. Die UBS fungierte dabei als Korrespondenzbank. Wegelin konnte zum Beispiel einem Kunden in den USA einen Scheck schicken, den dieser dann einl&ouml;sen konnte, wobei die Summe dem Wegelin-Konto bei der UBS belastet wurde. Diese Bankbeziehung nutzten laut Anklage zwei weitere Banken, um ihren Kunden, die nicht versteuerte Konti unterhielten, Geld zukommen zu lassen. Die Banken werden in der Anklage jedoch nicht namentlich erw&auml;hnt.</p> <p>Die Amerikaner haben nun das Geld auf dem UBS-Konto von Wegelin beschlagnahmt. Es sind 16,2 Mio. $. Eine solche Anordnung wird &uuml;blicherweise getroffen, um zu verhindern, dass das Geld von den Angeklagten abgezogen werden kann, bevor es m&ouml;glicherweise zu einem Prozess kommt. Wegelin droht laut Anklage eine Busse, die dem Zweifachen der Brutto-Einnahmen aus dem Gesch&auml;ft mit den undeklarierten Verm&ouml;gen entspricht.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851359</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:59:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Treue Kunden werden am stärksten zur Kasse gebeten  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851505</link>
         <description><![CDATA[  Die Preise f&uuml;r die Benutzung des &ouml;ffentlichen Verkehrs steigen im Dezember um durchschnittlich 5,6 Prozent. Der Verband &ouml;ffentlicher Verkehr begr&uuml;ndet die Preiserh&ouml;hung mit den h&ouml;heren Trassenpreisen.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="autor">Urs Bloch</p> <p>Die Benutzer des &ouml;ffentlichen Verkehrs sind bereits seit geraumer Zeit auf h&ouml;here Preise in den kommenden Jahren vorbereitet worden. Nun hat der Verband &ouml;ffentlicher Verkehr (V&ouml;V) ein erster Schritt gemacht: Die Billettpreise steigen im Dezember durchschnittlich um 5,6 Prozent.</p> <h4>H&ouml;here Trassenpreise</h4> <p>Begr&uuml;ndet wird die neuerliche Erh&ouml;hung der Preise mit den h&ouml;heren Trassenpreisen. Die Bahnen m&uuml;ssen ab 2013 j&auml;hrlich 200 Millionen Franken mehr bezahlen f&uuml;r die Benutzung der Infrastruktur. Die Erh&ouml;hung geht auf einen Entscheid des Bundesrats zur&uuml;ck, der bewusst auch einen Teil der h&ouml;heren Preise auf die Kunden &uuml;berw&auml;lzen will. Die Trassenpreiserh&ouml;hung wird mit dem Nachholbedarf beim Unterhalt des Schienennetzes begr&uuml;ndet.</p> <p>Laut dem V&ouml;V m&uuml;ssten die Preise um 9 Prozent erh&ouml;ht werden, m&ouml;chte man die Trassenpreis-Erh&ouml;hung vollumf&auml;nglich abfedern. Nun sollen die Kunden 5,6 Prozent mehr zahlen, der Rest soll &uuml;ber Effizienzsteigerung der Bahnen wettgemacht werden.</p> <h4>Treuste Kunden zahlen mehr</h4> <p>Nicht zum ersten Mal werden die Besitzer von Abonnementen am st&auml;rksten zur Kasse gebeten. Die Bahnen haben festgestellt, dass in diesem Bereich die durchschnittlichen Ertr&auml;ge am tiefsten sind. Eine eher politische Frage ist, ob man treue Kunden durch Tariferh&ouml;hungen &uuml;berproportional belasten will.</p> <p>Am st&auml;rksten steigen die Preise beim 3-Jahres-Halbtax-Abonnement, das um 15 Prozent teurer wird und neu 460 Franken kostet. Das 2-Jahres-Halbtaxabonnement schl&auml;gt um 11,7 Prozent auf. Besitzer von 1-Klass-Generalabonnementen zahlen ab Dezember durchschnittlich 8,1 Prozent mehr. Ein GA 1. Klasse f&uuml;r Erwachsene kostet neu 5800 Franken (bisher: 5350 Franken), das entspricht einer Steigerung um 8,4 Prozent. GA-Kunden in der 2. Klasse zahlen durchschnittlich 6,3 Prozent mehr.</p> <h4>Auch Einzelbillette werden teurer</h4> <p>Einzelbillette werden um durchschnittlich 4 Prozent teurer, sie wurden bei der letzten Preiserh&ouml;hung im Dezember 2011 verschont. Auch in diesem Bereich m&uuml;ssen Kunden der 1. Klasse &uuml;berdurchschnittlich mehr bezahlen: Ihr Einzelbillett wird 7 Prozent mehr kosten.</p> <p>Laut V&ouml;V ist auch davon auszugehen, dass auch die Preise in den Tarifverb&uuml;nden im Dezember steigen werden, Unterschiede gibt es je nach Regionen. Unver&auml;ndert bleiben hingegen die Kosten f&uuml;r das Gleis-7-Abonnement, die Junior- und die Enkelkarte.</p> <h4>Preis&uuml;berwacher kann noch einmal mitreden</h4> <p>Gem&auml;ss dem ordentlichen Verfahren m&uuml;ssen die dem V&ouml;V angeschlossenen 240 Transportunernehmen nun den Preiserh&ouml;hungen zustimmen, damit diese definitiv werden und ab Fahrplanwechsel 9. Dezember gelten. Noch kann auch der Preis&uuml;berwacher zu den Tariferh&ouml;hungen im Fernverkehr Stellung nehmen und allenfalls korrigierend eingreifen. Im eidgen&ouml;ssischen Parlament gibt es derzeit Bestrebungen, dem Preis&uuml;berwacher k&uuml;nftig nur noch ein Anh&ouml;rungsrecht im Rahmen der vom Bundesrat definierten Gewinnziele f&uuml;r den SBB-Fernverkehr zu gew&auml;hren.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851505</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:17:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  «Wir Moslems sind stolz, Wiler zu sein»  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851339</link>
         <description><![CDATA[  WIL. An der gut besuchten Podiumsveranstaltung zum islamischen Begegnungszentrum in Wil pochen Vertreter der Parteien, der Kirche und der moslemischen Gemeinschaft auf Dialog und Vertrauen. Die SVP bleibt erstaunlich ruhig, entt&auml;uscht sind am Ende vor allem die Anwohner.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Wie mag man in Wil in zehn, zwanzig Jahren &uuml;ber jene kritische Zeit denken, in der die albanisch-islamische Gemeinschaft ihr Gebets- und Begegnungszentrum plante und endlich bauen konnte? Die Zeit heilt Wunden, sagt man, und manche hat sie in Wil schon geheilt, seit 2006 die ersten Baupl&auml;ne f&uuml;r eine Moschee mit Minarett den Aufschrei der SVP provoziert hatten: Das Projekt war ein Ausl&ouml;ser der 2008 angenommenen Minarett-Verbotsinitiative.</p> <p>Vom langj&auml;hrigen Streit war jedenfalls an der zweist&uuml;ndigen Podiumsveranstaltung am Mittwochabend in der Aula der Klinik nur wenig zu sp&uuml;ren; vor &uuml;ber 200 Wilerinnen und Wilern, wovon rund die H&auml;lfte Moslems, blieb die Diskussion unter der Leitung des Journalisten Hanspeter Sp&ouml;rri betont anst&auml;ndig und fair, nach dem Tenor &laquo;Mit- statt Gegeneinander&raquo;.</p> <h4>Absurdes Sharia-Scharm&uuml;tzel</h4> <p>Damit entsprach der Abend dem Wunsch der Veranstalter nach einer Diskussion &laquo;fernab der politischen Instrumentalisierung&raquo;, wie Hisham Maizar, der Pr&auml;sident der F&ouml;deration Islamischer Dachverb&auml;nde in der Schweiz, hoffte. Die Rolle des &laquo;Spielverderbers&raquo; oblag SVP-Gemeinderat Mario Schmitt, der &laquo;statt einer devoten Haltung&raquo; auf &laquo;offenkundige M&auml;ngel&raquo; des Projekts hinwies, deren drei: Die geschlechtergetrennten Gebetsr&auml;ume verst&ouml;ssen gegen das Bundesrecht, die &laquo;nicht gew&auml;hrleistete fl&uuml;ssige Verkehrsf&uuml;hrung&raquo; gegen das Baugesetz und die zu wenigen Parkpl&auml;tze (&laquo;es fehlen 70&raquo;) gegen das Parkplatzreglement.</p> <p>Die SVP habe ein grunds&auml;tzliches Problem mit den diskriminierenden Fatwas und damit der Aussage von Maizar 2008 in der NZZ, wonach die Einf&uuml;hrung &laquo;gewisser Teile der Sharia ein vern&uuml;nftiger Weg&raquo; sei. Maizar wehrte sich gegen die &laquo;aus dem Kontext gerissene Aussage&raquo; und erhielt Support von Moderator Sp&ouml;rri, der f&uuml;r eine &laquo;Grundsatzdiskussion &uuml;ber den Islam&raquo; keinen Platz sah. &laquo;V&ouml;llig daneben&raquo; empfand Dario Sulzer (SP) eine Sharia-Debatte: Im Rechtsstaat Schweiz er&uuml;brige sich die Frage nach solchem Recht.</p> <h4>Relativierte Verkehrsbelastung</h4> <p>Wenn das Unbehagen &uuml;ber den &laquo;derzeit stark angefeindeten Islam&raquo; (Maizar) aufbrach, forderten Votanten den Blick auf lokale Realit&auml;ten: &laquo;Wir d&uuml;rfen unseren friedlichen Moslems in Wil nicht das islamische Weltgeschehen anh&auml;ngen.&raquo; So blieb als Streitpunkt lediglich die Verkehrsfrage. Hier, immerhin, meldeten sich die Anwohner, die ihre Nicht-Vertretung auf dem Podium beklagt hatten. Von dem bereits w&auml;hrend Fussball- und Hockey-Spielen auf dem Bergholz &laquo;zuparkierten&raquo; S&uuml;dquartier, wie einer meinte, wollte ein anderer nichts wissen: Er erlebe &laquo;nie verstopfte Strassen&raquo;.</p> <p>Bauchef Markus Zunzer gab zu, dass das Quartier wegen der Sportanl&auml;sse an seine Grenzen komme, aber das islamische Zentrum sei mit t&auml;glich 20 bis 40 Gebetsbesuchern und freitags 200 bis 300 &laquo;zahlenm&auml;ssig kein Vergleich&raquo;. Wenn gegenw&auml;rtig rund ums bestehende Zentrum illegal parkiert werde, sei das &laquo;Sache der Polizei&raquo;, wehrten sich Moslems gegen einen Anwohner, der von &laquo;Bedrohungen&raquo; sprach. Man empfehle den Mitgliedern, aufs Auto zu verzichten - und beklage &uuml;berdies wie die Landeskirchen schlecht besuchte Gottesdienste.</p> <h4>Sich kennen und vertrauen</h4> <p>Dass die baulichen Fragen in Minne in den Hintergrund r&uuml;ckten, daran hatten die Religionsvertreter ihren Anteil. Und so geh&ouml;rte die Schl&uuml;sselszene des Abends dem evangelischen Pfarrer Christoph Casty. Der wandte sich pl&ouml;tzlich an den im Publikum sitzenden Imam Bekim Alimi: &laquo;Ich kenne und sch&auml;tze dich und weiss, wie gern du in Wil bist. Du strahlst das aus - und das sollte noch mehr ausstrahlen!&raquo;</p> <p>Gemeint war die &laquo;soziale Instanz&raquo;, die ein Imam genauso verk&ouml;rpere wie ein Priester, wie Jigme Shitsetsang (FDP) meinte. Der Tibet-Schweizer betonte, wie wichtig seiner Familie die eigene Kultur gewesen sei und wie ihr die Er&ouml;ffnung des buddhistischen Zentrums in Rikon geholfen habe, ihre &laquo;Rolle in der Gesellschaft zu finden&raquo;. Ein Lied, das evangelischen Schweizern vertraut ist, wie Casty einen Bericht von der Einweihung ihrer ersten Kirche in Wil um 1890 zitierte: Da sei es zu &laquo;manch gutem Wort zwischen Katholiken und Protestanten gekommen&raquo;. Der katholische Pfarrer Roman Giger strich dem&uuml;tig die langsame &Ouml;ffnung seiner Kirche hervor. Er schaue &laquo;mit grossem Stolz auf das Miteinander in Wil&raquo; - &laquo;erst heute meinte ein M&auml;dchen bei einem unserer regelm&auml;ssigen Schulbesuche in der Moschee, dass die Moslems wirklich einen besseren Raum verdienten&raquo;.</p> <h4>Imam Bekimis grosser Auftritt</h4> <p>Am Ende blieb Sulzers Wunsch, dass Wil &laquo;nicht einfach als komische Stadt zum Dampf ablassen&raquo; gelte, sondern das Islam-Zentrum als Chance nehme. Kr&auml;ftiger Applaus, und mehr davon gab es f&uuml;r Bekim Alimi, der das Mikrophon wie ein Slam-Poet ergriff, oder als ge&uuml;bter Prediger. Es sei &laquo;kein Zufall&raquo;, wiederholte er nach jedem Satz, &laquo;kein Zufall, dass der Imam keinen &Uuml;bersetzer braucht, die H&auml;lfte der Anwesenden pers&ouml;nlich kennt und seit 2004 seine Predigt auch auf Deutsch h&auml;lt; kein Zufall, dass wir eine Zuschauertrib&uuml;ne geplant haben, dass unsere Moschee seit 2001 282mal von schweizerischen Institutionen besucht wurde&raquo;. Man sei ein verl&auml;sslicher Ansprechpartner, und: &laquo;Wir sind stolz, Wiler zu sein, und wollen diskutieren, daf&uuml;r brauchen wir kein &lt;Integrationslabel&gt;.&raquo;</p> <p>Und wo war Lukas Reimann, SVP-Nationalrat und Protagonist der Minaretts-Initiative? Er sass in der dritten Reihe, enthielt sich aber einer Wortmeldung. Umso gefragter war er hernach von den Medien. Das Recht der Moslems &laquo;auf einen w&uuml;rdigen Gebetsraum&raquo; sei &laquo;unbestritten&raquo;, so Reimann. Doch seien die Gesetze, etwa beim Verkehr, &laquo;ohne Wenn und Aber einzuhalten&raquo;. Ausserdem m&uuml;sse &laquo;&uuml;berpr&uuml;ft werden, was in der Moschee passiert, was den Kindern unterrichtet wird und wozu die zahlreichen R&auml;ume genutzt werden&raquo;.</p> <p>Es bleibe &laquo;ungutes Gef&uuml;hl&raquo;, sagte am Ausgang eine Anwohnerin, &laquo;da gab es nur Gutmenschen&raquo;. M&ouml;glich, entgegnete ein Mann - aber was bleibe anderes &uuml;brig, als auf &laquo;jene zu bauen, die eines guten Willens sind&raquo;? Es klang, nicht zuf&auml;llig, wie ein Kirchenlied.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851339</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:35:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Tausende Australier von Aussenwelt abgeschnitten  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2851376</link>
         <description><![CDATA[  In Australien haben die &Uuml;berschwemmungen im Osten des Landes dazu gef&uuml;hrt, dass Tausende von Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten sind.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p class="quelle">(sda/afp)</p> <p>Wegen der &Uuml;berschwemmungen im Osten Australiens sind Tausende von Menschen von der Aussenwelt abgeschnitten. In New South Wales und Queensland steckten insgesamt rund 7200 Bewohner in ihren H&auml;usern fest, wie die Beh&ouml;rden mitteilten.</p> <p>In der 8000-Einwohner-Stadt Stadt Moree in New South Wales begannen Rettungskr&auml;fte damit, mehrere H&auml;user und Gesch&auml;fte zu evakuieren. Der Norden sei nicht nur vom Rest der Stadt abgeschnitten, dort seien auch viele Grundst&uuml;cke &uuml;berflutet, sagte der Regierungschef des Bundesstaates, Bryan O'Farrell.</p> <h4>Kan&auml;le wie in Venedig</h4> <p>Von oben besehen, &auml;hnelten die Strassen im Zentrum von Moree eher Kan&auml;len, wie sie in Venedig angebrachter w&auml;ren als im Norden von New South Wales, sagte O'Farrell weiter, nachdem er das Gebiet mit einem Helikopter &uuml;berflogen hatte.</p> <p>Vor rund einem Jahr war der Nordosten Australiens bereits von riesigen &Uuml;berschwemmungen heimgesucht worden. Dabei wurden zehntausende H&auml;user &uuml;berflutet. Etwa 35 Menschen wurden get&ouml;tet, riesige Fl&auml;chen Ackerland wurden vernichtet. Anschliessend fegte der Monstersturm &laquo;Yasi&raquo; &uuml;ber das Land und richtete weitere grosse Sch&auml;den an.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2851376</guid>
      </item><item>
         <pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:41:00 +0100</pubDate>
         <title><![CDATA[  Tschagajew im Hungerstreik  ]]></title>
         <link>http://www.tagblatt.ch/2850221</link>
         <description><![CDATA[  Die Neuenburger Justiz &uuml;bernimmt den Fall Bulat Tschagajew. Der Besitzer von Neuch&acirc;tel Xamax, der in Genf in Untersuchungshaft sitzt, ist am 26. Januar in einen Hungerstreik getreten.  ]]></description>
         <content:encoded><![CDATA[  <b></b><br /><br /><p>Agenturmeldung von SI</p> <p>Die Neuenburger Justiz &uuml;bernimmt den Fall Bulat Tschagajew. Der Besitzer von Neuch&acirc;tel Xamax, der in Genf in Untersuchungshaft sitzt, ist am 26. Januar in einen Hungerstreik getreten.</p> <p>Tschagajews Anwalt sagte gegen&uuml;ber dem Westschweizer Radio, sein Mandat bef&auml;nde sich seit seiner Verhaftung durch die Genfer Beh&ouml;rden im Hungerstreik. Wegen Fluchtgefahr wurde der aus Tschetschenien stammende Gesch&auml;ftsmann nicht freigelassen. Ihm wird im Zusammenhang mit der Bilanzdeponierung und dem damit verbundenen Ausschluss von Xamax aus der Swiss Football League ungetreue Gesch&auml;ftsbesorgung und Urkundenf&auml;lschung vorgeworfen. Sollte es zum Prozess kommen, findet dieser laut Staatsanwalt Yanis Callandret in Neuenburg statt.</p> <p>Ein Neuenburger Gericht wird zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt dar&uuml;ber befinden, ob die Untersuchungshaft verl&auml;ngert wird oder ob Tschagajew gegen Kaution freikommt. Gegen Tschagajew l&auml;uft seit dem 7. November eine Strafuntersuchung durch die Genfer Justiz, die ihn vor einer Woche in U-Haft setzen liess und nun den Fall an die Kollegen in Neuenburg &uuml;bergeben hat.</p>   ]]></content:encoded>
         <guid>http://www.tagblatt.ch/2850221</guid>
      </item></channel>
</rss>
